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Full Text : Kunst und Ethnographie

Aurora Rodonö

Anwerbekommission.
 Alle sprechen
aus ihrer Position
und erzeugen somit
einen vielstimmigen
Chor. Dabei stehen
die Stimmen der Migrant/innen,
 welche
von ihren Motiven
zur Ausreise, vom
Trennungsschmerz,
von der politischen
Situation in Jugoslawien
 Anfang der
1970er Jahre erzählen,
 jenen der Beam-Edith
 Schmidt, David Wittenberg: Pierburg: Ihr Kampf ist unser Kampf, ven gegenüber, die
1974/75, Film/16 mm, S/W und Farbe, 49 min, Filmstill in den Migrant/in-_
 nen Botschafter des
eigenen Landes oder reine Arbeitskräfte
sahen.

criebsrat und zudem ohne Sendeanstalt
entstand, ist ein einzigartiges Dokument,
das einen unmittelbaren Einblick in die
Sicht der Streikenden gibt und somit als
eine Art Geschichtsschreibung von unten
zu lesen ist. Nachdem der Film, der während
 der 1970er Jahre auf zahlreichen Solidaritätsveranstaltungen
 gezeigt wurde,
viele Jahre in Vergessenheit geraten war,
wurde er in der Ausstellung Projekt Migration
 zum ersten Mal öffentlich gezeigt.

Soundtrack der Migration, DOMIT-Forschungsteam


Musikkassetten und Schallplatten gehören
 zu den wichtigsten Erinnerungsorten,
 die Migrant/innen begleitet haben
und die zwischen Herkunfts- und Residenzland
 mitgewandert sind. Dabei erzählen
 sie von Freud und Leid der Migration
oder sind Zeugnisse politischen Widerstandes,
 wie die Lieder von Mikis Theodorakis.
 Aus dem eigenen Musikarchiv
schöpfend, stellte das Team von DOMiT
über 100 Tracks aus den unterschiedlichen
Anwerbeländern bzw. Musikproduktianen,
 die in Deutschland entstanden sind,
an sechs CD-Stationen als Soundinstallation
 zusammen. Das Repertoire umfasste
das nostalgische „Migrantenlied“ der
1960er Jahre, den deutschen Schlager, die

Sonderzüge, Krsto Papic

Der Film Sonderzüge von Krsto Papic ist
die erste Dokumentation über die Anwerbung
 von Arbeitsmigrant/innen aus dem
ehemaligen Jugoslawien. Die verschiedenen
 Stationen beschreibend, wie medizinische
 Untersuchung, Reise und Ankunft
in München, setzt der Film alle Beteiligten
ins Bild: Migrant/innen, jugoslawische
Staatsbeamte, Mitarbeiter der deutschen

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