Sabine Grosser
Breite und Tiefe. Diese Kombination ver- Erfahrungen vor Ort und meine Wahrschiedener
Methoden und die Herstellung 1ehmung der Kunstwerke mit den Interreflexiver
Bezüge ermöglicht, Erkenntnis- views und Gesprächen mit den Kunstfortschritte
zu erzielen.” In diesem Sinnist schaffenden kombiniert und durch die
die Kombination von Bildanalysen, Inter- Rückbindung an das künstlerische Werk
views, Literatur sowie das Kennenlernen selbst zusammengeführt. Selbstrefleeiner
anderen Lebenswirklichkeit zu ver- xive Komponenten werden integriert und
stehen. Die verschiedenen Materialien er- meine Wahrnehmung den Konzepten der
zeugen unterschiedliche Perspektiven auf Kunstschaffenden gegenüber gestellt. Die
den Gegenstandsbereich und die zeitge- Selbstvergewisserung der Interpretienössische
Kunst und Erinnerungskultur renden wird mit reflektiert. Das Ziel ist
in Sri Lanka. Zudem kommen die Kunst- keine exklusive, essentialistische Darstelschaffenden
selbst zu Wort. Die Erkennt- lung oder Interpretation zeitgenössischer
aisse greifen ineinander und ergänzen sich, srilankischer Kunst, sondern eventuell inohne
den Anspruch zu erheben, dass sie terkulturell differierende Sichtweisen soldeckungsgleich
sein müssten. Durch ei- len in ihrer Pluralität oder ihrem Dissens
nen Methoden- und Quellenmix ist zwar aufgezeigt werden. Durch diese Verfahkeine
gegenseitige Überprüfung der Daten rensweisen bemüht sich die Autorin um
möglich, wohl aber eine Kombination, die eine reflektierte Subjektivität.
eine Multiperspektivität erlaubt.? Die Auseinandersetzung mit Künst-Im
Sinne einer narrativen Konstruk- lern und ihren Werken, die nicht aus untion
werden Beschreibungen der eigenen serem kulturellen Kontext stammen, können
dabei Prozesse
selbstreflexiver Auseinandersetzung
auf
verschiedenen Ebenen
bereichern: Zum einen
auf der Bildebene hinsichtlich
der Bildkonzepte
und -inhalte
oder aber hinsichtlich
der Rolle des Künstlers
und der Kunst in
einer Gesellschaft.
Momente des Erkennens,
Widererkennens
und Fremdwerdens
können dabei
für beide Seiten gewinnbringend
sein
und ermöglichen eine
Reflexion und Relativierung
der jeweils ei-Mile
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Collage aus Kunstwerken von Jagath Weerasinghe (links oben), Koralegedara
Pushpakumara (Mitte), Anoli Perera (rechts unten) und Druvinka
Madawela (rechts oben) kombiniert mit Bildern aus dem lokalen
Alltag. Diese Verknüpfung soll die Verwobenheit unserer Wahrnehmungen
verdeutlichen.
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