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Bibliographische Daten: Baessler-Archiv, 10=35.1962/63(1963)

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Dias, Maganja da Costa 
Die Eltern haben den Söhnen auch noch neue Bekleidungsstücke zu schen 
ken, deren Wert sich ganz nach dem Vermögen der Familie richtet. Von die 
sem Zeitpunkt ab wird der Knabe nicht mehr den Namen, der ihm bei seiner 
Geburt gegeben wurde, tragen.“ 
Gavrcho de Lacerda und Saul Dias Rafael berichten von verschiedenen Tänzen 
zu verschiedenen Gelegenheiten und deren Namen. Uns interessiert allerdings 
besonders die Nachricht vom Tanz der Maskierten, welcher uns eventuell ein 
wertvolles Element zur Aufklärung der Fierkunft dieses Stammes sein könnte. 
Der Maskentanz, verbunden mit Pubertätsriten, ist ein gemeinsames Merk 
mal einiger Völker des zambesischen Kulturkreises 15 ). Man findet ihn z. B. bei 
den Tschokwe in Angola, bei den Chewa in Nyassaland 16 ) und den Azimba 
in Moçambique 17 ). Bei den Makonde im Norden Moçambiques konnten wir ihn 
in allen Einzelheiten persönlich studieren 18 ), und die auffallende Überein 
stimmung aller dabei auftretenden Elemente bestätigt die Annahme, daß 
früher wohl irgendwelche Beziehungen vorhanden gewesen sein müssen. 
In der Monographie Rita-Ferreiras über den Stamm der Azimba, die von 
sich aus eine verwandtschaftliche Beziehung mit den Chipeta, den Chewa und 
den Mangania zugeben, finden wir interessante Beschreibungen und Betrach 
tungen, welche unsere Gesichtspunkte bestätigen. Rita-Ferreira zitiert u. a. einen 
Text eines französischen Reisenden, Edouard Foä, der 1891 und 1895 diese 
Gegenden besucht hat und dessen Bücher eine wertvolle Quelle bedeuten 19 ). 
Leider sind sie uns selbst nicht zugänglich, und so folgt hier eine Übersetzung 
aus dem, von Rita-Ferreira ins Portugiesische übersetzten Text über die Szenen 
des nyau-Tanzes, dem Foä selbst — aber nicht unter den Azimba, sondern unter 
den Maganja — beiwohnte, eine Tatsache, die uns veranlaßt, diese Beschreibung 
hier wiederzugeben. Foä und Rita-Ferreira schreiben hier; Maganja und nicht 
Manganja. Da Rita-Ferreira eine ausdrückliche Unterscheidung der beiden 
Gruppen macht, glauben wir, daß es sich dabei also tatsächlich um die uns 
betreffende Gruppe der Maganja da Costa handelt und nicht um die der weiter 
15 H. Baumann et D. Westermann „Les peuples et les civilisations de l’Afrique“, 
Payot, Paris 1948, Seite 146. 
16 mündliche Information von Prof. M. G. Marvick, Head of the Department of 
Social Anthropology and African Administration, University of the Witwatersrand, 
Johannesburg. 
17 A. Rita-Ferreira, „Os Azimba“ in „ßoletim da Sociedade de Estudos de Moçam 
bique“ Nr. 84, Lourenço Marques, 1954, Seite 80. 
18 Jorge Dias e Margot Dias „O Povo Makonde“ — „Estudo de uma sociedade em 
transiçao“ — in Vorbereitung. 
19 Édouard Foä „La traversée de l’Afrique du Zambeze au Congo Français“, 
Édouard Foä „Du Cap au Lac Nyassa“, cit. von A. Rita-Ferreira in „Os Azimba“ 
s. Note 17 , Seite 87—90.
	        
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