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Im Süden ragt das mächtige Weißhorn mit dem davorliegenden
Brunegghorn himmelhoch empor (s. Bild S. 18) und etwas links davon
hat man einen Ueberblick über die Gruppe der Mischabel mit dem Balfrin
im Vordergrunde. Fünf Minuten oberhalb des Dorfes und etwas unter—
halb desselben (vom Chritzii) erblickt man auch die Pyramide des Matterhorns.
Trotz mancherlei Entbehrungen habe ich in Visperterminen schöne und
sehr lehrreiche Tage verlebt, denn die Kultur, die Sitten und Gebräuche
bieten hier des Merkwürdigen so viel, daß der Ort für den Forscher eine
reiche Fundarube bildet. Zudem beherbergt der Ort ein Volk, das in Bezug
hausergruppen von Visperterminen.
auf Sittenreinheit und fromme Einfalt zu bewundern ist. Dabei sind die
Leute leicht zugänglich und offen, sobald man sich deren Vertrauen einmal
erworben hat.
Das Dorf ist in drei Viertel geschieden: das Herrenviertel (weil
„der Herr“, d. h. der Pfarrherr, hier wohnt), das mittlere Viertel und
das obere Viertel. Zwischen je zwei Vierteln ist ein leerer Platz, damit
bei einer allfälligen Feuersbrunst das Element eher beschränkt werden