orosse Macht ... ARosse helfen auch nicht, und ihre grosse
Stärke errettet nicht“.
Am 17. Dezember 1793 erschien der vielfach veränderte
und auf 5 (anstatt der ursprünglichen 8) Strophen verkürzte
Text unter dem Titel „Berliner Volksgesang“ in der Spener-
schen Zeitung. Er begann mit der Strophe:
Heil Dir im Siegerkranz!
Herrscher des Vaterlands!
Heil, König, Dir!
Fühl in des Thrones Glanz
Die hohe Wonne ganz:
Liebling des Volks zu sein! —
Heil, Herrscher, Dir!
Unterzeichnet war das Gedicht mit der Chiffre „Sr.“. Man
fand bald heraus, dass „Sr.“ = Sutor sei, und dass der Ver-
fasser nur der bekannte Dr. Balthasar Schuhmacher sein
könne; auch konnte nicht verborgen bleiben, dass es sich nicht,
wie dieser angegeben hatte, um eine direkte Übersetzung des
englischen Originals handele, sondern lediglich um eine Um-
formung der Harriesschen Verse. Und so sah sich denn Schuh-
macher veranlasst, das Lied nochmals umzudichten. Die 5. Auf-
lage dieser Umdichtung erschien, „vom Verfasser selbst revi-
diert“, 1801 in Berlin. In der von „G. B. Schuhmacher, Dr.
d. R., Senior der Vicarien im hochw. Hochstifte der freyen
Reichsstadt Lübeck“ unterzeichneten Zueignung wird ausdrück-
lich bemerkt, dass der königl. Kammer-Sänger Herr Hurka
(Friedrich Franz H. 1762—1805) die Umarbeitung der „nicht
sehr harmonischen Londoner Musik“ übernommen habe. — Die
ersten 3 Verszeilen lauteten nunmehr:
Heil! Friedrich Wilhelm, Heil!
Dem Landesvater Heil!
Glück, Segen, Dir!
Ausserdem hatte Schuhmacher die Schlussstrophe seiner
ersten Umdichtung weggelassen und drei neue, nicht eben
glücklich erfundene Strophen hinzugefügt, so dass das Lied
aus 7 Strophen bestand. — Preussische Nationalhymne ist das
Lied in der letzten Schuhmacher’schen Form nicht geworden;
das Verdienst, die erste Verszeile „Heil Dir im Siegerkranz“
und einzelne. zum Teil allerdings anfechtbare Änderungen, wie