Untere Gliedmaßen. Fuß.
emer 7^:
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jteht den anderen in der Cüngenentmidfung nid)t nad), ift aber fräftiger entwidelt. Die Ober-
fläche der vorderen und hinteren Gelenkfläche des Reilbeins I ftehen parallel zu einander. Die
Selenfkfläche für den Mitteljußknochen der erften Gebe ijt Flach halbmondförmig oder oval.
9(m menjdlidyn $yuBe find die Proportionen der Teile zueinander bemerkenswert.
Diejenigen Teile des Fußes, die das Fußgewölbe zu bilden haben, Fußwurzel und Mittelfuß,
seigen eine Debeutenbe Qüngenentmidlung; bie Behen dagegen find verhältnismäßig kurz. Sept
man die Länge ber Mittelfuptnochen = 100, fo beträgt bie Qüngenentmidíung ber Fupmwurzel
beim enwadjjenen Senjden etwa 171; fept man die Zehenlänge des dritten Strahls = 100,
jo beträgt der übrige Teil des dritten Strahles (die Fußwurzellänge - dem dritten Mittelfuß-
fnodjen) beim erwachfenen Menfchen etwa 404.
Vergleicht man den Menfdhenfuf und den Fup eines Orang-Utan (Abb. 265), jo
find zwar bei lepteren bie gleichen Snochen vorhanden, die Fußwurzel befteht ebenfalls aud
Rerjenbein, Sprungbein, Rabnbein, Wiirfel-
bein und Den Dret Keilbeinen; aber teils
find bie Broportionsverbältnifie andere, teils
(ajjen fid) Modifikationen der Form erkennen,
melche dem Fuß der Menféhenaffen mebr Das
Anfefen einer Hand geben.
Gin mejentlicger Unterfhied zwijchen
Menfchen- und Anthropoidenfug Deftebt in
der Stellung des 1. Zehenftrahl3. Mittel-
jußfnochen und Zehenglieder der großen Bebe
der Affen find nicht parallel den Übrigen
Strahlen gelagert; fie ftehen vielmehr in einem
Winkel davon ab und gleichen fo mehr bem
Daumen der Hand als der großen Bebe
des Fußes. Die vorderen und hinteren
Gelentfládjen des 1. Keilbeinz bilden dem-
nach einen mehr oder minder jpigen Winkel
miteinander. Mit dem Qanbbaumen fat bie
große Zehe des Anthropoidenfußes noch bie
weitere Ähnlichkeit, daß bie Lingenentwidlung
der großen Bebe gegen Die Der anderen
Zehen ftarf zurücktritt; jowohl der Mittel-
fugtnodgen ald auch die Fingerglieder des 1. Behenftrahl8 find Hirzer als die übrigen Knochen
des Fußes und relativ firger al8 jene beim Menjdhen[uß. Nimmt man die Fuplinge = 100,
dann beträgt Mittelfuß + 1. Zehe beim Orang-Utan = 28.1, beim Hylobates — 47.9, beim
Gorilla = 43.3, beim Men|hen = 51.0.
Auch im ben 9üng8proportionen der FuBabjdnitte zu einander erinnert der Fuß
der Anthrovoiden mehr an die BVerhältnifje der Hand.
Lange von
XuBtouraet | 9Rittelfug
Menid . -
Gorilla. .
Dylobates .
Orana=11tan
A
133
94
86
.00
100
100
100