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Volltext: Die Rassen und Völker der Menschheit

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Menfh und Tier. 
ER EAM 
wobei er fidj auf bie Snüdjel feiner Finger und auf die AuBenfanten feiner Füße ftüpt, bie 
Sohlen nach innen gewendet; feine Bewegungen find ungejdjidt, unjdjn und jdhwerfillig. 
Auch beim Schimpanfen ift bie natiürlidje Haltung die auf allen Bieren, nur gelegentlich 
fieht man den Schimpanjen mehr 
aufrecht {tehend, mobei er die Hände 
über dem PHinterhaupt zujammen- 
idjfügt, um bieje ihm unnatürliche 
Körperhaltung zu erleichtern. Der 
Gang des Gorilla ift wadelub; 
der Körper ift dabei niemald auj- 
redjt ie beim Senjdjen, fondern 
nach vorn gebeugt; er itiibt fid) ba- 
bei auf bie Niidenfeite der Finger 
und die Sohlen der Füße. Am 
beften vermag nach allen bisherigen 
Beobachtungen der Gibbon fih aufrecht zu Halten, am menigiten der Orang-Utan; Schimpanfe 
and Gorilla nehmen in diefer QHinficht eine Bwifchenftelung ein. 
Unterfhiede im Sfelettbau, 
Der Unterfchied in der normalen Körperhaltung des Menfjchen und der Affen fteht in Zu- 
jommenfang mit einer 9teife von VerfchiedenhHeiten in der Ausbildung der einzelnen Körperteile. 
Die aufrechte Körperhaltung des Menfchen verlangt eine fejte Stüße; es find deshalb die 
Dinteren oder unteren Gliedmaßen zu Ddiefer Aufgabe befonder8 eingerichtet, während die 
hinteren Gliedmaßen der Affen weniger Stüßorgan als vielmehr Kletterorgane find. 
Die Unterfchiede der hinteren bzw. unteren Gliedmaßen zeigen fid) vor allem im Fuß. 
Die Füße des MenfhHen ftellen ein Gewdlbe dar, auf meldem der Körper ruht, ein 
Gewölbe, das neben genligender Feftigkeit eine gemifie Bewenlichkeit befigt, womit der elaftiiche 
(Sang des Menfchen zufammenhängt. 
Der Fuß des Menfchen befteht aus einer Anzahl von Snohen (S. 47 Abb. 73), 
die teil8 beweglich miteinander verbunden, wie die Glieder der einzelnen Zehen, teils durch 
"raffe SBünber feft miteinander vereint find, wie Mittelfuß und Fupwurzelinoden. Das Ge- 
wblbe der Fußknochen berührt, wie die Beobachtung lehrt, auf drei Punkten den Boden. 
Den hinteren Stügpunkt des Gemülbes liefert dad Ferfenbein, die vorderen Stügpunkte bie 
Köpfchen der Mittelfußfnochen, und zwar kommen in erfter Linie als vordere Stügpunkte die 
Apfchen der Mittelfußknochen der zweiten und dritten efe in 3Betradjt, mie Ginbrüde iu Gips 
unb Röntgendurchleuchtungen iibereinftimmend ergeben haben. Die Zehen, bie fürger find als die 
Mittelfußfnochen, fpielen beim Stehen keine Rolle, fie fünnen aber das Balanzieren des Körpers 
wefentlich unterftügen. Die Verbindung des JußesS mit den beiden Anochen ded Unterjdhentels, 
por allem mit dem Schienbein, vermittelt das Sprungbein, welches mit drei Gelenkflächen dem 
Xerfenbein anfliegt. An das Herfenbein {AOließt nach vorn das Würfelbein an, an ba$ Sprung- 
bein das Kahnbein. Das Wiirfelbein befipt vier Gelenfjüden: nach hinten eine für das 
Sverjenbeiu, nad) innen eine für das Dritte Reilbein unb nach vorn je eine für die Mittelfuß- 
fnodjen ber vierten und fünften Bebe. Das Kahnbein befigt ebenfalls vier Gelenkflächen: 
eine nach hinten für dad Sprungbein und je eine nach vorn für die drei Seilbeine, an die fid) 
die Mittelfußknocdhen der erften, zweiten und dritten Bebe anjdliegen. Die Feftigleit des 
menfchlidhen Fußgewölbes ijt im wefentlidhen dadurch mitbedingt, daß bie erfte innere Bebe den 
anderen Zehen nicht gegenübergeftellt werden kann wie der Daumen ber Hand; der ganze 
Sroßzehenitrahl (Mittelfußknocdhen und Bebe) ift parallel au den Übrigen Strahlen gelagert und
	        
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