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Die eingeborene Vevôlterung der deutfchen Sduggebiete,
=
Auch die Margi find ein {höner, fräftiger
Menjdenidlag. Die Lippen find wenig auf-
geworfen; bie Stirn ift hoch, das Haar fraus;
die Hautfarbe wechfelt nach Barth von Duntel-
fGwarg über Qupferrot zu Heller Hhabarber-
farbe. Die Batta, welche auf Barth einen
üfnlidjen Ginbrud gemadjt Baben, find duntel-
braun; hellere Farben fehlen.
Im Gegenía& au ben mehr oder minder
gutgebauten Adamauaftämmen ftellen die Musqu-
unb fogoneleute nach Barth und Nachtigal
Mufter an Häßlichkeit dar. Anders urteilt
Mohn über bie Geutigen Musqu (Abb. 468).
Die Männer find nach ihm große, {ehr Fräftige
Seftalten, mit {dwadem Bartwuchs und
breitem, Inochigem Gefid)t. Die Weiber zeigen
meift fleine, aber gutgebaute Geftalten mit an
fid) 1onem, ebenmüfigem Gefid)t, das aber nach
unjeren Begriffen durch Lippenpflöcke verungiert
wird. Zum Kufferibezirt gehören auch noch die
Banaheiden (Abb. 469), weld nad) 90tofn
in vielem mit den Musgu verwandt find. Auch
fie find Kräftige, große Geftalten, man fieht ihnen an, daß fie bei der Arbeit groß geworden
find und nicht durch das beraujdjende Bier aud Durraforn entarteten, wie |» viele anbere
Heidenftämme im Adamauabezirf. Die Weiber tragen ebenfalls Lippenpilôde in dem ebenmüfigen
unb nidjt unjd)ónem Gejidjt.
Nach den Unterfuchungen von Gouvy baben die
aud) die Banaheiden gehören, eine mittlere Körper-
aröße von 176 cm. Der Kopfinder ift im Mittel 79,67,
aljo nad) ber franzöfifchen Einteilung fubbolidjofepfal ;
darunter Haben 43 Prozent aller Unterjudhten einen
Under von 80—81 (mefatitephal) und 14 Prozent
einen Gnder von 82—83 (jubbradjytephal). Das Ge-
licht ijt im ber Cyodjbogengegenb breit, an dem Unter-
Fieferwinfel aber ziemlich {chmal (Unterfieferwinfel-
breite — 73,13 Prozent der Jochbogenbreite). Die
Xtaje ijt breit; der Inder {hwantt von 81,46—115.
6 Prozent find meforhin, 60 Progent platyrhin und
94 Prozent Hyperplatyrhin; der mittlere Nafeninder
ift 94,15. Die Nafe tritt wenig aus dem Geficht her-
au$; bie Abplattung ift aber nidjt fo {tart wie bei den
meiften Negern an Der weftafrifanijchen Riifte. Die
inneren Augenmwinfel weifen eine geringe Entfernung
auf, Die Mittelgefichtshöhe ift nicht bedeutend. Die
nicht verunftalteten Lippen der Männer find weniq
muljtig.
Im beutjden Sidjabieegebiet wohnt außer dem
IMifchoolt der Kanurt an den Ufern des Logone und
Schari das Fifchervolf der Kotoko (Abb. 470). Die
Banaweib aus Bongor.
Nah Mohn. 1