druckt worden sind. Mir ist aus jener Zeit nur die Übersetzung
von Johann Heinrich Voss bekannt; sie steht zu dem fran-
zösischen Originale in sehr lockerer Beziehung. Die in der
Notenbeilage abgedruckte erste Strophe übersetzt Voss folgen-
dermassen:
Sei uns gegrüsst, du holde Freiheit,
Zu dir ertönt froh der Gesang!
Du zerschlägst das Joch der Bezwinger.
Du erhebst zu Tugend und Heil.
Uns zu erneu’n, kamst du vom Himmel,
Längst deinen Geweihten ersehnt,
Was hemmt ihr Bezwinger noch
Mit verschwor’ner Wut die Erneurung ?
Mit Waffen in den Kampf
Für Freiheit und für Recht!
Wir nah’n, wir nah’n,
Beb’, Miethlingsschwarm,
Entfliehe oder stirb.
Man vergleiche damit die für das Programm des 112,
historischen Konzerts in Breslau angefertigte Übersetzung von
Gertrud Holtze.
Voran, ihr Brüder, frisch und mutig!
Der Tag des Ruhm’s gekommen ist!
Schon haben die Tyrannen blutig
Die Fahne wider uns gehisst.
Zugrunde sie die Fluren richten,
Hört wild ihr die Soldaten schrein?
In eure Hütten dringt man ein,
Im eure Söhne zu vernichten,
Zur Waffe, Bürger greift!
In Reih’n zum Kampf euch stellt!
Voran! voran!
Ihr unrein Blut benetz’ das Kampfesfeld!
Auch ein „Gegenstück zu dem Schlachtliede der Marseiller:
Allons enfans“ unter dem Titel „Schlachtlied der Deutschen“,
das in dieselbe Zeit fällt, führt "Tappert an. KEs begann mit
den Versen: Auf! rüstet euch, verbund’ne Heere
Germaniens! Das Schwerdt zur Hand!
Ein Volk, das Gott, Gesetz und Ehre
Verhöhnt, droht unserm Vaterland,
Und dies antifranzösische Lied sollte auf die französische
Melodie gesungen werden!