(S Peter Camper
dem Otaheibier, sehr sclimal und das Gegentlieil vom Kalmücken. Sie
können also auch keine starke Oberlippe haben.
Das Sonderbarste von allem, was mir im Schedel des Einwohners
von Celebes, des Chinesen und des Otaheitiers auf gleiche Art vorkam,
besteht in dem rechten Winkel des Unterkiefers (¥ n S Tab. 1. Fig. 4-)
welchen ich ebenfalls bey allen in Asien von Holländischen oder Eng-
lischen Eltern gebornen Frauenspersonen wahrnahm, welcher die Kiefer
breit macht und sich niemals bei einer andern Nation zeigt. Es wun-
derte mich, im XIV Theile des Grafen Büffoii S. 077. zu sehen, dafs
er, ungeachtet sich N. i55g. und i54°* zwei Chinesenschedel, und N. 1J41«
ein Tatarschedel im Königlichen Kabinet befinden, doch an denselben
nichts Besonderes bemerkte, was diese Nation von der Französichen un-
terschiede. Ich schreibe dieses dem Mangel an Gefühl odei Fact zuf
welchen nur ein Mahler haben kann.
Die ganze Form des Schedels von einem Ciaheitier und einem
Chinesen haben mit einander so viele Übereinkunft, dafs ich fast daraus
schliefsen möchte, die Einwohner von Otaheiti und den freundscnaft-
lichen Inseln wären, so weit sie auch von China liegen, eine Foitpflan-
zun0- aus diesem Lande. Der Moiukkische Kopf in meiner Sammlung
hat zwar den Winkel am Unterkiefer nicht so grofs; allein dagegen
steht der Oberkiefer, wie bei den Negern und Kalmukken, vor.
f. 5.
Gerne will ich dem Grafen'Büffon beistimmen, dals die Bewoh-
ner von Norden, von Mogolieii und Persien, die Armenier, die Türken,
die Mingrelier, die Tschirkassier und alle V ölker von Europa nicht nur
die weifsesten, sondern auch che schönsten und wohlgestaltetsten der
ganzen Erde sind.
Doch habe ich auch Armenier gesehen, welche nichts Gefallendes
in ihren Gesichtern hatten. Die südlichen Franzosen, besonders die
Frauenzimmer, haben noch die runden Oberkiefer und das Flache im
Angesichte, welches sich im Pythischen Apollo und der Griechischen
Venus auszeichnet. Die Bewohner des nördlichen Frankreichs hab^n*