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Raine ein mit eigenartigen Blumen; die Wälder
schliessen Wiesengründe mit einer Wiesenflora ein;
wandert der Wald, so wandern auch diese an ihn
gebundenen Pflanzen) bereits in Mitteleuropa eingebürgert.
In den präglacialen Ablagerungen bei Moskau,
bei dem Dorfe Troizkoje, wurde ein Mammuthskelet
gefunden und aus demselben Reste der Stieleiche (Quercus
pedunculata), der Weisserle (Alnus incana), der
Schwarzerle (Alnus glutinosa), der Birke (Betula
alba), des Haselstrauches (Corylus avellana), des
Spitzahorn (Acer platanoides), der gemeinen Kiefer
(Pinus silvestris) u. s, w. ausgehoben *).
In den präglacialen Torflagern von Klinge bei
Cottbus wurden gefunden: Die gemeine Kiefer
‘Pinus silvestris), die Fichte (Picea excelsa), die
Weissbirke (Betula alba seu verrucosa), die Moorbirke
(Betula odorata seu pubescens), eine Erlenart,
die Ohrweide (Salix aurita), die Kriechweide
(Salix repens), die Zitterpappel (Populus tremula),
der Haselstrauch, die gemeine Hainbuche (Carpinus
betulus), eine Eichenart, eine Lindenart, der
Feldahorn (Acer campestre), die Stecheiche (Ilex
aquifolium), die Moosbeere (Vaccinium 0Xycoccos),
und eine Menge anderer Pflanzen *).
In den Süsswasserkalken bei Belzig zwischen
Havel—Spree, bei Uelzen u. s. w. in Norddeutschıand
wurden Reste von Cervus Canadensis, Cervus
elaphus, Cervus dama, Cervus capreolus, Bos Sp.,
aber auch Quercus robur, Quercus sessiliflora, Fagus
silvatica, Betula alba, Carpinus betulus, Alnus
glutinosa, Salix sp., Populus sp., Myrica gale, Acer
campestris, Tilia, Cornus sanguinea, Pinus silvestris
ausgehoben ?).
1) J. D. Tscumrsxr, Wissenschaftliche Resultate der von
der kaiserl. Akademie der Wissenschaften zur Erforschung
des Janalandes und der Neusibirischen Inseln ausgesandten
Expedition 1892, S. 474.
2) Dr. A, Nzurıne, Die Flora des diluvialen Torflagers
von Klinge bei Cottbus, Botanisches Centralblatt 1892, Nr. 30.
— In der neuesten Publication Neuxına’s, Ueber die Wirbelthierreste
von Klinge, im Neuen Jahrbuche für Mineralogie
ete., 1895, Bd. I, 183—208, werden diese Torflager
für interglacial erklärt. Hiedurch werden unsere Ausführungen
durchaus nicht alterirt. Waren jene Waldgewächse interglacial,
50 Mussten sie in dem nicht vergletscherten Gebiete (z. B,
Mähren) präglacial gewesen sein, um in der Interglacialzeit
nach Norddeutschland vorzudringen.
®) Konnad Karmmacx: Ueber präglaciale Süsswasserbildungen
im Diluvium Norddeutschlands. Jahrbuch : der
königl. preussischen geologischen Landesanstalt und Berg-Akademie
für das Jahr 1882. Berlin. Kemmnacg bemerkt ausdrücklich
(S, 172): „Die Süsswasserablagerungen mit Wald-In
den Kalktuffen bei Scheibbs und St. Anton
n Niederösterreich wurden nebst Resten von Riesenıirschen
(Cervus euryceros) und Höhlenbären (Ursus
;pelaeus) auch nachstehende Planzenreste gefunden:
Die: gemeine Buche (Fagus silvatica), der Waldıhorn
(Acer pseudoplatanus), der Haselstrauch, die
Mandelweide (Salix amygdalina), der wollige Schneeball
(Viburnum lantana), der gemeine Hartriegel
Ligustrum vulgare), der glatte Wegdorn (Rhamnus
'rangula), die Edeltanne (Abies excelsa) *).
In den Schieferkohlen von Dürnten und Utznach
in der Schweiz wurden Reste von Elephas primigenius
Mammuth) und Elephas antiquus, von Rhinoceros,
ron. Urochsen (Bos primigenius), Hirschen (Cervus
ılaphus), Höhlenbären (Ursus spelaeus), aber auch
‚on der Fichte (Pinus abies), der gemeinen Föhre
Pinus silvestris), Bergföhre (Pinus montana), Lerche
Pinus larix), Eibenbaum (Taxus baccata), Birke
Betula alba), Eiche (Quercus robur), Bergahorn
Acer pseudoplatanus und Haselnuss (Corylus avelana)
ausgehoben *).
In den präglacialen Forestbeds Englands, von
lenen bereits früher gesprochen wurde, kamen vor:
Jer gelbe Hartriegel (Cornus mas), die Weissbirke
Betula alba), die Schwarzerle (Alnus glutinosa), der
Taselnussstrauch (Corylus avellana), die Buche
Fagus silvatica), die aschgraue Weide (Salix cinerea),
lie Kiefer (Pinus silvestris), die Tanne (Pinus abies)
and der Eibenbaum (Taxus baccata] °).
Ich könnte noch eine ganze Reihe derartiger
Pundorte anführen (Cannstatt bei Stuttgart, Leffe
sei Gandino in der Lombardei, Tuffe von Toscana,
Tuffe von Aygelades, Castelnau bei Montpellier,
Meyragnes in Frankreich u. s. w.); ich glaube jedoch,
las Obgesagte wird genügen, um darzuthun, dass
ınsere jetzige Waldflora in dem präglacialen Abschnitte
des Diluvium bereits in Mitteleuropa auszebreitet
war *%).
auna und Flora sind präglacial.“ In dem Artikel im Jahrbuche
lerselben Anstalt (1887, S. 283 — 290) wird erörtert, dass
‚us dem altdiluvialen Süsswasserkalke von Belzig Reste des
Rehes, des Rothhirsches, des Damhirsches und des Elches
yusgehoben wurden.
1) A. Kuryer v, Marınaun, Studien über die Flora der
Jiluvialzeit in den östlichen Alpen, Sitzungsberichte der
zaiserl. Akademie der Wissenschaften, mathematisch-naturxissenschaftliche
Classe, 1888, Separat. 1—33.
2) Dr. OswarD Hexr, Die Urwelt der Schweiz, S. 485— 500.
3) Cormext Rein, Notes on the geological history of the
‚ecent Flora of Britain.
4) Aus Mähren kann ich leider nur wenige Beobachtungen
nittheilen. In der Kostelikhöhle im Hadekerthale fand ich