breit abgerundet. H. Hochrundlich ; Hinterhaupt flach.
Interparietaltheil klein, breit. U. Sehr breit parabolisch,
Receptaculum lang, for. occ. magn. rhombisch,
proc. condyl. flach; ‚Synchondrosis basilaris
ganz offen. Gaumen klein, tief, breit. S Kurz, sehr
hoch; Stirne senkrecht, glatt, sehr stark gewölbt,
Scheitel oben flach, hinten fast senkrecht abfallend;
Hinterhaupt hoch, wenig sichtbar, mit aufgerichtetem,
langem Receptaculum; process. mast. verschwindend
<lein, alae magnae sehr breit. V. Gesicht lang.
schmal, Stirne sehr breit, stark gewölbt, Nasenwurzel
kaum vertieft, Orbitae gross, viereckig, hoch; apert.
pyrif. ziemlich breit: Jochbeine angedrückt. sehr dünn.
II. Schädel aus dem Trstenicathale bei Hatiniei.
Beim Baue der Fahrstrasse im Trstenicathale von
der Eisenbahnstation Cati&i (nördlich von Visoko)
nach dem Franciskanerkloster Sutjeska, wurde an
der Nordseite der Strasse zwischen den Dörfern Brezanı
und Hatiniciı am „Crkveniak“ genannten Hügel
(Crkve = Kirche), der jetzt mit Gestrüpp bewachsen
ist und keine Spur einer Ruine zeigt, ein Gräberfeld
(Popusko groble genannt, Pop = Priester) an
der Hügellehne blossgelegt.
Alle Gräber sind von West nach Ost gerichtet,
mit natürlichen Steinplatten senkrecht ausgelegt und
wagrecht überdeckt, am Kopfende breiter. als am
verschmälerten Fussende.
Die Skelette liegen mit dem Schädel nach West.
mit den Füssen nach Ost gerichtet in vollkommen
angestörter, horizontaler Rückenlage, ohne auffindbare
Beigabe und auch ohne jede Spur von Sarg.
sie sind alle von gewöhnlicher Länge.
Die Knochen aller sechs untersuchten Gräber sind
aracil, von dem fest angeschmiegten, feinen, weisslichgrauen
Lehm derart umhüllt, dass ihre unbeschadete
Aushebung trotz aller Sorgfalt. nicht gelang.
da auch an den feuchten Stellen die Knochen förmlich
verzehrt waren.
Zweifellos sind diese Gräber christliche aus nicht
zu ferner Vergangenheit, wahrscheinlich nicht älter,
als höchstens 200 Jahre.
In dieser Gegend wohnen heutzutage neben Mohamedanern
viele Katholiken.
Nr. 1. Dünner männlicher Brachycephalus, Knochen
gut erhalten, Nähte armzackig. O0. Rundlich, Stirne
schmal, Schläfen stark gewölbt, Hinterhaupt breit
abgerundet. H. Fünfeckig abgerundet, oben etwas
breiter als unten, Schuppe mässig gewölbt, Inter-Mittheilungen
d. Anthrovp. Gesellsch. in Wien. BA. XXWVIL. 1897.
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X
jarietaltheil gross. U. Breitbogig; for. occ. magn.
undlich, proc. condyl. sehr klein, niedrig, flach,
*aumen gross, tief, lang, Zähne mässig gross, etwas
ıbgeschliffen. S. Kurz und hoch, Stirne etwas geneigt,
ıedrig, glatt, mässig gewölbt, Scheitel stark gevölbt,
Hinterhaupt wenig vorragend, Receptaculum
vufgerichtet; Warzen dick, gross; alae magnae gross;
Sesicht etwas prognath. V. Gesicht mässig gross,
Stirne flach, Orbitae viereckig, niedrig, Nasenwurzel
»reit, Nasenbeine gross, einen scharfen Rücken billend
(Nase jedenfalls gebogen gewesen), apert. pyrif.
zross, breit; Jochbeine angedrückt. Unterkieferschwach,
Jünn, niedrig, Aeste sehr geneigt.
Nr. 2, Grosser männlicher Brachycephalus, etwas
ısymmetrisch ohne Nahtverknöcherung, nämlich
MAinterhauptsgegend rechts etwas flacher als links —
ohne Gesicht und rechte Schläfe; Knochen sehr gut
arhalten, neueren Ansehens, Nähte alle deutlich, Pfeilınd
Lambdanaht reichzackig. O0. Breitoval, Schläfen
stark gewölbt, Hinterhaupt breit, stumpf vortretend.
H. Breitrundlich, oben breiter als unten, Schuppe
ziemlich gewölbt, tuberos. ext. deutlich, Interparietal-‘heil
niedrig, breit. U. Hinterhauptsumriss sehr breit-»ogig,
for. occ. magn. gross, rundlich, proc. condyl.
zlein, niedrig, flach. S. Länglich, Stirne senk-‚echt,
niedrig, glatt, stark gewölbt, Scheitel allmälig
ıbfallend zum vorragenden Hinterhaupte, Receptazulum
aufgerichtet; proc. mast. dick, kurz. Bruchstücke
der linken Unterkieferhälfte und des linken
Jberkiefers mit niedrigen, ziemlich abgeschliffenen
Zähnen; Unterkieferast klein, steil eingepflanzt.
Nr. 3. Dünner, hoher männlicher Brachycephalus,
<nochen mürbe, alle Nähte deutlich, armzackig,
los der unterste Theil der Kranznaht und linkerseits
der grosse Keilbeinflügel mit der Schläfenıchuppe
verwachsen. O0. Rundlich, Stirne schmal.
Jochbogen sichtbar, Schläfen wenig gewölbt, Hinterı1aupt
flach, breit. H. Rundlich, Schuppe breit, flach,
zlatt. U. Flachbogiger Hinterhauptsumriss, Receptazulum
kurz, for, occ. magn. gross, breit, proc. conlyl.
sehr convex, äussere Flügelfortsatzplatten breit,
Aaumen gross, tief, breit, Zähne gross, stark abyzeschliffen.
S. Kurz und hoch, Stirne steil, wenig
zewölbt, arc supcil. bemerkbar, Scheitel sehr stark
zewölbt, hinten senkrecht abfallend; Hinterhaupt
lach, Receptaculum aufgerichtet; Warzen gross, dick;
esicht am Alveolarfortsatze etwas prognath. V.Gesicht
gross, lang; Stirne flach, Nasenwurzel breit;
Nasenbeine gross, breit, Nasenrücken wenig scharf;
pert. prrif. gross, breit: Orbitae gross, viereckig.