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zonnte ich bisher in dieser Periode noch keinen
Ofen nachweisen, wiewohl ich oft gebrannte Lehmklumpen
(nicht Hürdenbewurf!) fand. Es wurden
also alle Gefässe noch am offenen Feuer gebrannt.
In der bronzezeitlichen Nachbesiedelung finden wir
hier die Töpferei bereits in einem grösseren Aufschwunge;
es sind Brennöfen aufgestellt, wodurch
die keramischen Erzeugnisse besser gebrannt und
haltbarer werden.
Die gesammte bronzezeitliche Keramik von Gross-Czernosek
entspricht dem uns bekannten Lausitzer
Typus (einige seichte Streufunde ausgenommen),
doch fand ich in der Ausformung des Materiales,
der Verzierungstechnik -— ich habe unzählige Scherben
untersucht — meist nur primitivere und allgemeine
Formen, grösstentheils einfache Ornamentik, seltener
jene feine Keramik, glänzend graphitirt, mit eingeritzten
strichlirten Dreiecken, Ringelchen, Buckeln, Rillen ete.
yeziert. Auch kommen hellrothe Scherben vor, grösstentheils
findet man jedoch Fragmente von grossen,
massiven Vorrathsgefässen.
Die Bronzeartefacte sind überaus spärlich und
argab die vorjährige Grabung nur zwei Metallfunde:
aä nen schwachen, kleinen Armreifen eines Kinderzrabes
und eine kurze Nadel mit Kopf als Streufund.
In den nächsten Jahren hoffe ich durch weitere
Grabungen und die folgenden Berichte noch manches
[nteressante von der neolithischen Station bei Gross-Czernosek
und seiner Nachhesiedelung bringen zu
können.