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Full Text : Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 17=27.1897

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Der grösste dieser Steine misst 52 cm Länge,
27 cm Breite und 23 cm Dicke, während die anderen
Jrei successive kleiner werden. Dieselben bestehen
aus Porphyr und sind in den neolithischen Ansiedelungen
 der Umgebung in der Regel etwas flacher
and primitiver, während sie in den Jüngeren Zeitfolgen
 so formvollendet bis in die La Töne-Zeit
Tiebshausen) beobachtet wurden.
Uebrigens ist ja diese Art der Mahl- oder Reibsteine
 überall bekannt und ein häufig vorkommendes
‚Tausgeräth.
Auf dem Situationsplane (Fig. 86) übersehen wiı
zenau die Lagerung der neolithischen liegenden Hocker.

jrabes waren mit grossen Steinblöcken eingerahmt, so
Jass sich dadurch eine innere Länge von 1m und eine
3reite von 50 cm des Grabes ergab. Gedeckt war das
5rab mit einer grossen Menge von Roll- und Bruchsteinen
 und finden wir auch später die verschiedenartigsten
 Gesteinarten der Umgebung zusammengetragen.

Grab II. 1m nördlich von dem vorigen Grabe
war ganz in derselben Weise, wie früher, ein stark
entwickelter Mann bestattet, dessen Schädel, bis auf
das Gesichtsskelet, gut erhalten ist.
Die Länge dessen beträgt 203, die Breite 133,
Jaher der Längen-RBreiten-Index — 65°5

A
A NMLLIS ik kn A May MAN! Ulm. 4

Fiese. 85.

Profil der Schichten von Grabung X. A Steinschichte des neolithischen Gräberfeldes:
B und FE Fenerherd und Wohnstätte der Nachhesiedelung: D Mahlsteine

30 dass die einleitenden Worte genügen werden, um
zur Beschreibung der einzelnen Bestattungen üheryehen
 zu können.
Grab I Stark zusammengekauertes, männliches
Skelet, 20 cm tief und muldenartig im Mergel ohne
Beigaben gebettet. Richtung Nord-Süd, der Schädel
im Süden, Gesicht gegen Osten gewendet. Lage horizontal,
 der Kopf etwas erhoben; die Wirbelsäule war
stark gekrümmt, die Kniee bis zur Brust aufgezogen,
die Arme gegen das Gesicht gehoben. Die Knochen
waren gut erhalten, stark entwickelt, der Schädel
von den über ihn lastenden Steinen vollständig zertrümmert;
 immerhin aber liess sich daraus eine ältere
Person erkennen.
Vor dem Kopfe stand in verticaler Lage eine grosse
Plänerkalksteinplatte: die anderen drei Seiten des
Mittheilungen d. Anthrovpn. Gasellsch. in Wien. Bd. XXVIL 1897

Dieses Grab enthielt ebenfalls keine Beigaben,
war 1m lang und 50cm breit,!)
Grab II. 50 cm südlich von dem Kopfende des
arabes II begann ein neues Grab, dessen Lagerung
vollständig verschieden ist von den früheren. In der
Aichtung West-Ost lag das männliche Skelet mit
lem Kopfe im Osten, das Gesicht gegen Norden gewendet:
 In einer elliptischen Mulde, im Mergel genettet,
 lag der ältere Mann mit stark angezogenen
Beinen und gehobenen Armen, den Schädel etwas
zehoben, innerhalb einer Kiste von grossen, vertical
tehenden Plänerkalkplatten, deren Höhe 0:35 bis
Y40 m betrug (Fig. 87).
1) Da die Hälfte des Grabes in die stehengebliebene
“eldwand hineinragte, so konnte dasselbe nur innerhalb des
teinkranzes mit aller Vorsicht untersucht werden.
            
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