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schiedener Güte, mit und ohne Henkel, darunteı
russgeschwärzte und graphitirte. Sämmtliche Fragmente,
die verschiedenen Formen von Urnen und
Schüsseln, erstere vielfach mit Tupfenleisten versehen.
angehören, sind als keramische Erzeugnisse des Lausitzer
Typus charakterisirt.
Offenbar sind hier allerlei Gefässe erzeugt und
auch sofort gebrannt worden, da eine grosse Zahl von
verschlackten und zusammengeschmolzenen Scherben
vorkam, Am Ende der Grabung kommen wir nochmals
auf eine Töpferei. die uns ein recht anschausetzen
kann, Diese Brennofenfragmente lagen regellos
‚erstreut umher, weshalb die Ofenanlage nicht zu ersehen
war.
In den Aschenschichten lagen viele Knochenj;ragmente
vom Hirschen, von der Ziege, vom Schweine,
Hunde und Bären,
In den obersten Schichten wurde eine kleine
Topfurne von gewöhnlichster Form, ein flacher,
Joppelt gelochter Wirtel aus Thon, zwei Glätter, aus
einer Rippe hergestellt, und eine unfertige Pfeilspitze
aus Bein gefunden. Ausserdem wurde ein Urnen-Kr
Un
Fig. 74. Bronzezeitliche Wohnstätte (4) mit Gefässbrennofen (a) in der neolithischen Culturschichte (C) eingetieft.
B ein Urnenotab mit Leichenbrand.
liches Bild dieses Gewerbes in jener Zeit vor Augen
führt.
Der vertiefte Boden des Töpferherdes, welcher im
Mergel eingegraben war, ist stark ausgeglüht, ein
Beweis, dass hier lange gefeuert worden sein musste.
Diese Brennofentheile (Fig. 75) sind an der Basis
3—10 cm breit, abgeflacht, 20 cm hoch und bedeutend
verengt, Keilziegeln ähnlich. Die Aussenseite ist rauh,
die Innenseite zeigt eine öftere Ausschmierung mit
feinerem Thon. Dieselben sind stark durchgeglüht,
sehr leicht und mürbe -— das Thonmaterial war
stark mit Weizenspreu durchsetzt —, so dass man
einen lang andauernden Gebrauch im Feuer voraus-Jeckel,
aus rothbraunem Thon gebrannt, gefunden,
dessen eine Seite mit Nägeleindrücken reihenförmig
geziert ist. Dieser Deckel hat einen Durchmesser von
29cm und eine Dicke von 1'/, cm.
Von Bedeutung ist noch die einzeln gefundene Pfeilspitze
aus Bein (Fig. 76), mit abgebrochenem oberen
Ainde. Diese mit langausgezogenen, spitzen Flügeln
gezierte Pfeilspitze ist charakteristisch für die Bronzezeit,
da sie sich gegenüber den mit abgerundeten
Flügeln und rundem Stiele versehenen neolithischen
Pfeilen wesentlich unterscheidet; ausserdem ist deren
Stiel vierkantig. Diese Art von Pfeilspitzen kommt
selbst noch in jüngeren Perioden vor. ıst aber ın