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lie einen Grund aus rothem Email zeigen, aus welchem
sich warzenförmige, weisse Buckel, je fünf in einem
Felde, erheben, die am Scheitel einen kleinen blauen
Ring und in demselben einen weissen Punkt hatten.
Zwischen den Warzen ist je ein blauer oder gelber
Punkt. Die Endflächen der Perle zeigen das rothe Email
der Felder, Leider fehlt es mir an Vergleichsmaterial,
um das Alter der Perle bestimmen zu können.!)
Ich besitze auch sechs Thonscheiben mit excenirischer
Bohrung wie Fig, 15. Wahrscheinlich sind es
Netzgewichte. Solche excentrisch durchbohrte Thonscheiben
kommen auch unter den prähistorischen Funden
von Troja vor.
Ich erwähne ferner zwei Beinknöpfe von ungewöhnlicher
Gestalt (Fig. 16 und 17). Dieselben sind im Durchschnitte
dreieckig, die Platte ist elliptisch und etwas
Fig, 11. Emailperle.
Fig. 13.
Pfeilspitze aus Bein
Pb
Fig. 15. Thongegenstand (Netzgewicht?).
Fig. 16,
Knopf aus Bein
Fig. 12.
Pfeilspitze aus Bein.
Fig. 17.
Knopf aus Bein.
Fig. 18. Bronzefibel.
Fig. 14. Halbhohles Anhängsel aus Thon.
Fig. 11.—19. Funde verschiedenen Alters aus Velem-St, Veit bei Güns, Ungarn. (Alles nat. Gr.)
Fig. 19. Bronzefibel.
Der zweite Gegenstand meiner Mittheilung ist eine
Pfeilspitze aus Bein (Fig. 12). Zu den Pfeilspitzen rechne
ich auch Beinartefacte wie Fig. 13.
Auffallend ist der Thongegenstand (Fig. 14) von der
Form eines kleinen Henkelkorhes:
zewölbt, Die Unterseite wird durch zwei sich in einem
rechten Winkel schneidende Flächen gebildet, welche
lurchbohrt sind. Das Stück Fig. 17 ist ein Fragment
von einem Doppelknopf?). ;
Besonderes Interesse verdienen die beiden Fibelchen
Fig. 18 und 19, weil sie in Form und Mache so genau mit
zewissen auf dem Glasinac, im Herzen Bosniens, gefundenen
Fibeln übereinstimmen, dass man annehmen darf, sie
seien aus derselben Fabrik hervorgegangen, wie diese.
1) Es ist das eine sogenannte „Gesichtsperle“, wie solche
im südlichen Russland (Kertsch u.a. a. O0.) häufiger gefunden
werden. Aum. d. Red.