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vom Backofen, ist mir ausser jedem Zweifel.“
G. BAncaLarı wird mir zugeben, dass der Mangel
von Zweifeln noch nicht den Abgang eines Beweises
ersetzt und — nebenbei sei es bemerkt — ist mir
unbekannt, warum ohneweiters BAncALArı den Backofen
einen ühberdeckten Herd’nennt. da doch über
7. ConAvusen, S. 128 — ist sein Gewölbe. Es beginnt
30 cm über dem Boden und besteht aus Kränzen
neinandergesteckter Töpfe, wie zwei derselben in
7ig. 5 (bei mir vgl. Fig. 223) dargestellt sind. Dieselben
sind abwechselnd in einem Kranz von rechts
ıach links, im nächsten umgekehrt, ineinandergesteckt.
Sie bleiben leer, sind aber sowohl von
unten als von oben mit Strohlehm beworfen und
Fig, 225. Gewölbetopf von St. Sebastiano, Rom.
Fig. 223. Töpfe vom Gewölbe des Aulofens in Seulberg.
die Beziehungen von Backofen und Herd Niemand
etwas bekannt sein dürfte.
Seit meiner Arbeit vom Jahre 1893 habe ich
die Hoffnung gehegt, dass uns ein glücklicher Spaten:
stich einen römischen Kachelofen bescheeren wird.
Diese Hoffnung war damals schon insoweit in Erfüllung
gegangen, als römische Töpferöfen
mit Kacheleewölben schon seit 1884 gefunden
jestrichen.“ v. ConaAusen bemerkt dazu, dass auch ın
\ulhausen in den Zwanziger-Jahren, vielleicht auch
‚päter, die Töpferöfen mit Töpfen gewölbt wurden.
Was v. Comausen mit Recht am meisten über--aschte,
war die Aehnlichkeit dieser Töpfe mit
‚ömischen und anderen, welche sich im Museum
zu Wiesbaden finden (vgl. seine Abbildungen a. a. O.,
Tafel III, Fig. 6—14). Ich wiederhole seine Fig. 9
‘vgl. Fig. 224), obwohl das Object nicht römisch
Fig, 226. Gewölbetopf von St. Vitale, Ravenna.
Fig. 224. Topf aus dem Museum zu Wiesbaden.
waren, die aber erst später bekannt gemacht wurden
Ich berichte chronologisch über die diesbezüglichen
wichtigen Publicationen.
Im Jahre 1873 lernte der Oberst A. v. CoHAUSEN
einen seit 25 Jahren nicht mehr im Gebrauche
stehenden Töpferofen kennen, worüber er in den
„Annalen des Vereines für Nassauische Alterthumskunde
und Geschichtsforschung“, XIV, S. 127, 1877,
berichtete. „Der Aulofen in Seulberg und die Wölbtöpfe.“
„Das Merkwürdigste an diesem Ofen — sagt
sein dürfte, wegen des für Kacheln bezeichnenden
ewindes, das dazu dient, die Kachel in festem Zusammenhang
mit dem umgebenden Bindemittel (Lehm,
Thon) zu halten. v. ComAusen spricht dann von den
Wölbtöpfen zu höheren Bauzwecken S. 131: „Lange
vor dieser Anwendung von Wölbtöpfen zu technischen,
war die zu höheren Bauzwecken, zur Con-;truction
leichter, weitgespannter Gewölbe, namentlich
von Kuppeln, bekannt; wir erinnern an dieselben,
'ndem wir in Fig. 15 (vgl. Fig. 225) die von St.
Sebastiano und St. Stephano rotondo in Rom und
in Fig. 16 (vgl. Fig. 226) die der Kuppel von St