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Kacheln sind namentlich in Kärnten sehr häufig und
Fig. 222 skizzirt — leider nur nach der Erinnerung —
einen solchen.
In den Mittheilungen der Anthrop. Gesellsch.
in Wien, Bd. XXI, S. 171 f£., habe ich den Gedanken
eines Zusammenhanges zwischen dem Hyposaustum
der Römer und unserem Kachelofen ausgesprochen.
G. BaAncaıarı hat neuerdings a. a. O.,
Bd, XXVI, S. 109, erklärt: „Der Ofen ist gewiss
kein Abkömmling des Hypocaustums, hat gar nichts
Verwandtes mit ihm. weder in den Grundzügen, noch
Aber der Gedanke einer Verwandtschaft beider
nuss doch naheliegend sein. Aue. Mertzen nennt die
‚ömischen Heizröhren „Kacheln“ (wie ich bei früherer
xelegenheit erwähnt habe), was zwar unrichtig ist,
aber doch mit einem richtigen Eindrucke zusammenıängen
kann, und Dr. F. Qumung sagt (s. unten),
ı1achdem er von der Construction eines Kachelofens
zesprochen hat: „Auf demselben nur eben weit vollzommener
ausgebildeten Princip beruht übrigens die
Anlage der Hypocauste.* Eine gewisse Aechnlichkeit
zwischen beiden Einrichtungen besteht auch noch
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Fig. 222, Ein Kachelofen aus Kärnten mit concaven Kacheln.
in der Entwicklung.“ Dem ersteren Theile dieses
Satzes könnte ich zustimmen, nachdem ich vor und
ohne BancaLarı auf die Beziehungen zwischen Kachelofen
und Backofen hingewiesen habe; dem letzteren
widerspreche ich, Das Princip der Aussenheizung ist
beiden, dem Hypocaustum und dem Kachelofen, gemeinsam
und damit ist die Möglichkeit verwandtschaftlicher
Beziehungen vorhanden, wie ich a. a. O.,
Bd. XXIII, S. 171, mit aller Schärfe hervorgehoben
habe. Von der Idee’ einer direeten Abstammung bin
ich selbst abgekommen, worüber ich Mittheilungen
der Anthrop. Gesellsch. in Wien, Bd. XXV, S. 62f,,
zu vergleichen hitte.
in einer anderen Verwendung. Es ist wohl zweifellos,
Jass die Hypocaustum- Anlagen öfter blos zur Trockenlegung
dienten. Auch die Kacheln konnten so gebraucht
werden, worüber v. CoHauseEn (s. unten, S. 137)
zu vergleichen ist.
Im Jahre 1894 habe ich die Ansicht ausgesprochen,
lass der Ahn des Kachelofens der Backofen ist, aber
ler nach römischer Art aus Wölbtöpfen hergestellte,
Der Zusammenhang mit römischer Kunstfertigkeit
dalieb mir weiterhin Üeberzeugung. G. BAncaLarı sagt
jetzt (Mittheilungen der Anthrop. Gesellsch. in Wien,
Bd. XXVI, S. 109): „Seine (nämlich die des Ofens)
Abstammung dagegen vom überdeckten Herd. also