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snowujut). Nachträglich.mag auch noch. die Abbildung
einer anderen Art von „snuwauka“. aus Sadeu beigebracht
werden (Fig. 221) Diese Vorrichtungen findet
man deshalb ziemlich häufig, weil ‚einerseits Webstüble
in den huzulischen Häusern sehr oft vorkommen,
andererseits man auch den Webern den
Zettel. bereits hergerichtet zu. übergeben pflegt. Der
Einschlag (tkanie) wird in Knäueln denselben überbracht.
Von anderen Geräthen fallen uns noch grosse
Körbe mit einem Henkel auf, welche man zum Heutragen
verwendet (koszil); sie haben die Form der
in „Haus und Hof“ Fig..326 abgebildeten kleineren
Körbchen (koszetek). Am Hofe oder jenem Theile
desselben, welcher als Viehstand ‚(zahoroda) dient.
findet man grosse, bodenlose Körbe (jasl£), in welchen
den Thieren das Heu vorgelegt wird, damit sie dasselbe
nicht umherzerren und in den Koth treten
(Fig. 215). Die verschiedenen anderen umherstehenden
Geräthe sind uns bekannt, so die Geräthe zur
Heuarbeit, Kannen, Schaffe, Flachsbrecheln, Schnitzbänke
u. dgl. Einen Holzbock zeigt Fig. 216; ein
solches Gestell heisst krosna wid drow und ist zu
unterscheiden von der krosna do tkanie, mit welcher
Bezeichnung eine kleinere Art von Webstuhl benannt
wird, auf der man wohl Tuch, Rockschürzen
für Frauen und Wolltaschen, nicht aber Leinwand
weben kann; am „warstat“ (Fig. 367—370 in „Haus
und Hof“) kann dagegen Alles gewoben werden. Gilt
es, dicke Holzklötze zu Brennholz zu verspalten und
reicht hiebei der Schlag der Hacke nicht aus, so wird
dieselbe mit dem Holzschlägel (dobnia, Fig. 217) in’s
Holz getrieben.
Wie im östlichen Huzulengebiete, so haften auch
hier an den einzelnen Theilen des Hauses, an seinen
Geräthen u. s. w. allerlei Aberglauben. So wird
z. B. auch in Kosmacz, um Hagel, Sturmwind u. dgl.
aufhören zu machen, die Ofenkrücke vor’s Haus geworfen,
wobei sie mit der geraden Seite des Schürholzes
(vgl. Fig 305 in „Haus und Hof“) nach oben
zu liegen kommen muss. Von uns bisher unbekannten
Gebräuchen knüpft einer an den Spiegel an. Ich
lernte ihn kennen, als ich in Czernediuski Polinyci
am Prutecz die Gastfreundschaft des Huzulen Prokop
Bojko in Anspruch nahm. Mein Führer, der mich
mit seinem Pferde. aus Kosmacz über die Berge in’s
Pruththal führte,. rieth mir, in dem Hause dieses
reichen Mannes zu rasten. Als wir das Gehöfte betraten,
war der Wirth mit den Kindern allein zu
Hause. Mit grosser Freundlichkeit und sichtlicher
Freude. wie man sie bei den Bewohnern der ab:
zelegenen Thäler allein findet, empfing uns der
Mann und bat uns, in die Stube einzutreten und
ıinter dem Tische Platz zu nehmen. Sodann ergriff
ır ein Horn, das im Vorhause hing, und rief‘ mit
lemselben die Hauswirthin — sein uneheliches
Neib —, die mit dem Gesinde auf der benachbarten
Zergwiese beschäftigt war, in’s Haus. Nun trug man
ıns, was die Vorrathskammer bot, als: gesalzenen
Schafkäse, sauere Milch, gekochte Erdäpfel und
Xukuruzbrei, auf. Während wir ‚hievon und von
ınseren Vorräthen assen, war der Mann, der am Arm
las jüngste Kind. trug, da er uns zum Zugreifen
1öthigte, an den Spiegel getreten, der an der Wand
ıeben dem Tische hing. Sofort verwies ihm dies das
Weib mit der Bemerkung, dass das Kind, wenn es
in ‚den Spiegel sehen würde, Blattern bekommen
zönnte. Nun wendete der Wirth sofort den Spiegel
mit der Glasseite zur Wand, Eine geschnitzte Spinnwirtel,
welche ich kaufen wollte, wurde mir sofort
zeschenkt. Für das wenige Zuckerwerk und Weissrot,
das ich den Kindern _ bot, fanden Vater. und
Mutter nicht genug Worte des Dankes. Als ich mich
sum Abschiede anschickte, musste ich noch ein
zrosses Stück des Käse, das der Mann aus der
Xammer in Papier eingeschlagen herbeiholte, mitı1ehmen.
Mit grossem Danke, dass wir sie aufzesucht,
gaben uns die Hausleute den Abschied. Ich
bemerke nur noch, dass ich auch in diesem menschenfernen,
entlegenen Gebiete an der Wand hinter dem
Tische neben den Heiligenbildern, Kreuzen u. dgl.
das Bild der kaiserlichen Familie fand.
IX. Nachträge zu „Haus und Hof“ der Huzulen
im Uzeremosz- und Suczawathale.
In diesem Anhange möchte ich das Wenige bei-'ügen,
was an Ergänzungen und Verbesserungen zu
meiner früheren Arbeit „Haus und Hof bei den
Yuzulen“ sich ergeben hat. Hieher gehören die oben
’S. 216 f.) im Texte gebrachten Bemerkungen über
das Vexirschloss aus Kuty am Czeremosz. Es
ist Fig. 218 abgebildet.
Soweit ich bemerkt habe, ist in „Haus und Hof“
Fig. 267 fehlerhaft gerathen. Diese alten Löffel
haben vielmehr die Gestalt, wie sie unsere Fig. 219
zeigt.
Ausser der Fig 328 abgebildeten henkellosen Form
der Rindenkörbchen gibt es auch mit Henkeln
versehene. Der Henkel ist aus einem der Grösse des
Körbchens entsprechend breiten Rindenstreifen her-