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Objectivs zu bringen; auf diese Weise umgeht man
die Nothwendigkeit, durch Wegweisen die Leute zu
beleidigen. Auch kam es vor, dass ich von Besitzern
armer, alter Häuser daranf aufmerksam gemacht
wurde, ihr Gehöfte biete doch wenig Schönes, ich
möge zu diesem oder jenem Wirthe mich begeben,
dort würde ich Alles weit besser und schöner finden.
Doch fanden sich nicht selten Leute (zumeist Männer,
doch auch Frauen), welche völlig meine Absichten
erfassten und daher auch das Zeichnen und Aufnehmen
anscheinend schlechter und werthloser Objecte
verständlich fanden. Sehr hartnäckig versuchten
in Kosmacz zwei Frauen mich auch an dem
zesucht und ging zunächst daran, meinen Apparat
vufzustellen, als mich die „Frau des Hauses“ mit
ler Frage anfuhr, was ich wolle. Ich versuchte nun
nach der langgewohnten Weise ihr es klar zu machen.
Ind was war die Folge? Sie forderte mich auf, ihr
jas „Malen“ des Hauses zu zahlen, denn unter den
"uftschnappern in Jaremce befinde sich ein junger
Jerr, der auch male, aber dafür einem Mädchen
0 Kreuzer gegeben habe u. s. w. Während sie noch
xferte und ich allerlei antwortete, hatte ich den
\pparat eingestellt und nahm die Aufnahme in einem
zünstigen Augenblicke vor. Das Bild ist interessant,
weil auf demselben auch ein 2—3 Jahre altes Kind.
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Fig. 182. Huzulenhaus in Mikuliezyn.
Photographiren des Hauses zu verhindern Selbst
das Eintreten und die Erklärungen eines verständigeren
Juden, der aus der Nachbarschaft herbeikam,
belehrte sie nicht eines Besseren. Schliesslich
verliessen sie das Haus und den Hof, wahrscheinlich
in der Absicht, durch ihre Abwesenheit die
Vollziehung der vermeintlichen Gerichtshandlung
unmöglich zu machen. Natürlich machte ich darauf
meine Aufnahme und ging sodann beruhigt von
dannen, dass ich nicht vergebens über so und soviele
Zäune gestiegen war und meine beste Beredtsamkeit
durch eine gute Weile aufgeboten hatte.
Das Alles war mir also schon auch anderwärts begegnet
Etwas Neues sollte ich aber in Dora erfahren
Ich hatte mir eben ein interessantes Object auf-Jas
ganz unbekleidet umherging, erscheint. Nackt
umherlaufende Kinder sind mir im Pruthgehiete
übrigens öfters begegnet.
Von unseren Totalansichten huzulischer Gehöfte
:ind besonders noch die Fig. 180 und 181 beachtenswerth.
In der Fig. 180 ist rechts neben dem Hause
Jas Baukreuz zu sehen, über dessen Bedeutung in
‚Haus und Hof“ (S. 150) das Nähere ausgeführt
wurde. Das Kreuz wird vor dem Legen der Grundbalken
des Hauses aufgestellt und wird nach der
Vollendung desselben auf dem Dachboden aufbewahrt.
Als ich den Wirth, welcher das Haus baute, fragte,
ab er auch Orakel vor dem Baue des Hauses angestellt
habe, verneinte er meine Frage; manche
"ente thäten dies — sagte er —, er habe aber blos