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höften mit den in der Arbeit „Haus und Hof bei
den Huzulen“ gebotenen belehrt uns, dass ‚alle
diese Häuser in ihrer äusseren Erscheinung
und ihrer Bauart einander völlig
gleichen. Hier wie dort sind es ausschliesslich
Holzbauten, errichtet aus den Stämmen der einheimischen
Nadelhölzer. Diese werden auch hier entweder
rund, also in ganz unbezimmertem Zustande,
oder halbrund oder endlich auf allen vier Seiten
bezimmert verwendet. Die Bezeichnungen für diese
verschiedenen Arten des Bauholzes sind dieselben
wie anderwärts, nur ist in Kosmacz für die ganz
runden Hölzer auch der Ausdruck „eiluchy“ (chata
ı1othwendig gehalten, die Dachsparren durch quere
3Zalken zu verbinden (vgl. Fig. 196 in „Haus und
Tof“); nur bei den beiden äusseren ist dies geschehen,
um jene Dachform zu erhalten, wie wir sie
auf der Fig. 182 erblicken. Vergleicht man diese
Dachstuhleonstruction aus Kosmacz mit jener aus
7oska, welche aus Fig. 376 in „Haus und Hof“ erichtlich
ist, so ergibt sich, dass beim letzteren
Jause das kleine Giebelfeld dadurch gewonnen wurde,
lass die oberste Dranitzenreihe an ihrem oberen
Rande über den eigentlichen Dachstuhl herausgreift;
äın derartig fertiggestelltes Dach weist Fig. 372 in
Haus und Hof“ auf. Bei der Dachstuhleonstruetion
Fig. 180. Im Baue begriffenes Huzulenhaus in Kosmac7
na ciluchy) üblich; der Name kommt offenbar von
cite — ganz, also unverschnittenes Stammholz. Steinunterlagen
kommen auch hier zumeist nur zur Ausebnung
des Bodens vor. Bei den alten Häusern sind
die Dächer auch hier zumeist mit Querbalken und
Steinen beschwert und in diesem Falle flach gehalten;
die‘ neueren Häuser haben dagegen ordentlich
mit Nägeln beschlagene hohe Schindel- oder
Dranitzendächer. Auch bezüglich der Giebelfelder der
alten und neuen Häuser gelten unsere früheren Ausführungen
; ein Vergleich der Fig. 180 und 182 mit
181 und 183 belehrt uns über die charakteristischen
Unterschiede. Für die Erkenntniss der neueren Dachstuhlconstruction
ist besonders die Fig. 180 beachtenswerth.
Man hat es in diesem Falle nicht für
aus Kosmacz ist dagegen das Entstehen eines Daches
nit grossem Giebelfeld, wie es Fig. 182 aufweist,
rsichtlich. Rauchfänge durchsetzen hier die Dächer
;bensowenig, wie am Czeremosz oder an der Suczawa;
lagegen kommen Dachlucken, die auch dem Rauche
len Abzug gestatten, hier wie dort vereinzelt vor. Die
/orbänke (prespa), welche zumeist an der Vorderseite
Jes Hauses angebracht sind, kommen hier ebenfalls
vor. Desgleichen sind bei einzelnen Häusern Gänge an
Jer Frontseite der Häuser vorhanden. Dieselben um-'assen
bloss den Theil vor der Thüre (Fig. 185) oder
zie ziehen längs der ganzen Vorderseite (Fig. 182);
arstere Art nennt man „ganok“; für letztere bedient
nan sich in Kosmacz der besonderen Bezeichnung
‚galary“. sonst heisst sie auch ganok. Uebrigens