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aine Kuh und ein Esel. Das Haus hatte zwei Thüren
und ein einziges Fensterchen von 15/25 cm, d. h. ein
Stück Glas war unbeweglich in die Pise&mauer eingelassen.
Dieses Gebäude war 1m tief in die Erde
gesetzt. Rampen vermittelten den Zugang. Das
Strohdach endete mit seinem Saume 60 cm über dem
natürlichen Boden. „Man hatte in diesem Hause sehr
warm im Winter, sehr kühl im Sommer, aber unaufhörlich
das Fieber. Cette taniere devait avolr 200 ans
d’existence.“ Diese letzte Bemerkung hat mir die
[dee nahegebracht, dass dieser Typus nicht das Ergebniss
der Entwicklung, sondern jenes der Entwicklungshemmung,
der Schädigung sein könnte.
Im Departement Ni&vre, welches an den
soeben behandelten Bereich ostwärts anschliesst,
üänden wir eine neue. Bestätigung und dazu eine
sehr seltsame vom Range des Küchenraumes. Wenn
mehrere solche Wohnküchen im Hause und jede
von einer anderen Person bewohnt wird, heisst dennoch
jede derselben la maison. Das Einheitshaus
ist die Regel. So wie in der Beauce folgt Wohntract,
Scheuer (grange und hangar) und Stall in einer
Linie aufeinander. Im Wohntracte hat die Küche
(5/6 m) eine Chambre (3/6 m) hinter sich. Die Grange
ist 4'5 m breit. Innere Verbindung zwischen maison
und grange besteht zuweilen. Der Heuboden ist
angetheilt über dem ganzen Hause und von der
grange aus zu erreichen. Der Backofen steht in
Verbindung mit dem Kamin, wenn er nicht in einem
abgesonderten fournil sich befindet. In ersterem
Falle ragt er durch die Hausmauer der Giebelseite
in’s Freie. Die Küche und die Kammer, wo eine
zolche besteht, sind mit Ziegeln gepflastert. Die drei
Eingänge liegen an der südlichen Traufenseite. Der
Misthaufen liegt vor der Hausfront. Das Strohdach ist
abgekommen, Diese Häuser mittlerer und kleiner Besitzer
sind nett und sorgfältig gehalten. In diesem
Departement stehen die Anwesen in Einschicht und
nur wenige Häuser sind als Ortskern bei der Kirche.
Die Wohnung des ländlichen Arbeiters bei Nevers
and im ganzen Departement ist ein einzelliges Haus
mit Kamin aus Stein. Dessen Mantel ist aus Holz
der Stacken, mit Lehm verschmiert. Kin einziges
Fenster. Die Zimmer- und zugleich Hausthüre muss
meist offen stehen, wenn der Kamin nicht rauchen
zoll. Estrich oder Ziegelpflaster. Strohdach oder
Ziegeldach. Unter dem Dache ist eine Balkenlage
'chaffaud) mit Brettschwarten als Heulage
Im Morvangebirge des östlichen Nievre gibt es
solche Hütten aus rohem Blockbau mit Vorköpfen,
nnen mit Lehm verputzt und ausserdem darüber mit
sichenen Schindeln vertäfelt, auf ein Granitfundament
zestellt, mit Schilf oder Stroh gedeckt. Diese Bauart
zerschwindet allmälig. Anderwärts herrscht Fachwerkau,
der aber mit dem Zunehmen billigen Transportes
lem Stein- und Ziegelbau Platz macht.
Der rauchige Wohnraum solcher „Häusler“, wie
‚je im .bajuvarischen Sprachgebiete heissen würden,
ft nur mit einem Bette für die ganze Familie, von
Jessen Holzdecke der Brotrechen, Knoblauch- und
Zwiebelkränze u. dgl. herabhängen, mit seinem Ge-;#tank
und seiner ungenügenden Durchlichtung gibt
in trauriges Bild der Lage breiter Volksschichten.
Ein anderer Berichterstatter schildert schliesslich
Jie Wohnverhältnisse der Gegend von Montsauche
jei Chäteau-Chinon im Morvangebirge, dann des
istlichen Theiles des Departements Nievre, des
Südwesten von Cöte d’Or, des Südtheiles des
Departements Yonne und des Nordtheiles des
Departements Saön-et-Loire. Dort modernisirt
ich theilweise das ländliche Haus seit etwa 25 Jahren,
ıber der primitive Typus überwiegt noch. Die Häuser
und meist Einschichten, was etwas seltsam durch die
Processsucht der Leute jener Gegenden erklärt wird,
üs dürfte wohl seinen von altersher wirkenden
Grund in der Arrondirung der Bauerngründe haben.
Das alte Haus soll einfach „die Misere repräseniren“.
Sehr nieder, mit Stroh gedeckt, fensterlos,
nit Wohnungs- und Stallthüre. Meist besteht nur
in Wohngemach, welches schlecht verwahrt, nur noth-'ürftig
bemörtelt, sehr niedrig, schlecht gelüftet,
lunkel, der ganzen Familie Koch-, Ess- und Schlafaum
bietet. Der Erdboden ohne weitere Bearbeitung
;‚ei der Fussboden, durch welchen oft das Grundwasser
heraufnässt. Kleinvieh kommt auf Besuch;
zuweilen hält man Schweine, Ziegen oder Schafe in
ler maison. Der ungeheure Kamin lässt kalte Luft
ınd warmen Rauch eintreten, besonders wenn Windtösse
nachhelfen. Zuweilen besteht noch ein fournil
nit dem Backofen, dem Kessel für die Futterküche
ınd die Wäsche.
In der maison stehen zwei bis drei grosse Betten,
„wei bis drei Wiegen, welche wie kleine Särge aussehen
und hängemattenartig übereinander hängen,
Kasten, Truhen, eine wagrecht aufgehängte Broteiter,
Tisch und Bänke, hie und da ein moderner
Xochofen. Zumeist steht eine Schnitzbank für Holzschuhe
bereit, welche im Morvan Jedermann machen
zann und die Alle tragen, Meistens webt man auch
Jie Leinwand im Hause und das grobe Tuch. Unter