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travaillait, on filait, on devisait devant la grande
cheminge qui, dans son genre, est un veritable monument“.
So war es noch in der ersten Hälfte dieses
Jahrhunderts bezüglich des vorliegenden Hauses, so
ist es noch in vielen primitiveren Häusern; Ja, diese
Verhältnisse herrschen in allen bis nun behandelten
Typengebieten. Der Berichterstatter nennt diesen
Küchenraum „l’habitation par excellence“, obwohl
offenbar bei Caussade nicht der Name maison,
sondern la salle dafür gebräuchlich war oder ist.
b ist eine nur durch die Thüre erhellte Rumpelkammer,
die nebenbei als Schlafraum benützt wird.
Im geschilderten Hause war er auch für Militär-Obergeschoss
NW
a
Nam
Fig. 173. I. Bauernhaus in Caussade (Departement Tarn-et
Garonne). II. Galerie @g an Banernhäusern des „Causs6“.
einquartierung bei Durchmärschen gebraucht. Kine
Stiege führt von da auf den Dachboden, wo man die
Maiskolben trocknet. g ist eine Galerie, welche als
Flurraum für die salle und die finstere Kammer
dient, wo aber auch die Hausgenossen bei mildem
Wetter verweilen und manche Arbeit versehen, besonders
wozu bessere Belichtung erforderlich ist. Die
grosse Aehnlichkeit mit dem „Schopf“ des Vorarlberger
Hauses springt, wenigstens bezüglich des
Grundrisses, in die Augen. Diese drei Räume bildeten
den alten, ursprünglichen Kern der Wohnung, das
andere c, d, e, f, h ist bei steigendem Raumbedarfe
dazu. gekommen und jener Kern entspricht dem
typischen Hause des Bas-Quercy. Wenn man von
der leider nicht dargestellten Ansicht des Hauses
ıbsieht, darf man wohl von einer seltsamen Aehnlichkeit
mit dem ostschweizerischen Hause reden.‘)
Das Erdgeschoss hat dieselbe Eintheilung, aber
es ist seit undenklichen Zeiten unbewohnt. Hier
wohnte einst der „bordier“ des Gehöftes (der
‚borde“), das ist nach unseren Verhältnissen der
„Meier“, der Wirthschafter, oder besser: er entspricht
nahezu dem italienischen Colono als „Halbnutzniesser“,
An vielen Häusern ändert sich die Galerie.
Es bleibt nur ein Rudiment nach Art der Fig. 173II,
welches den Hauseingang vor Schlagregen und Schnee
schützt. Unterhalb des Stiegenpodest ist der Eingang
zu einem Stalle für Kleinvieh.
In der Ebene (s. Fig. 174) fehlt meistens das
Obergeschoss; an dessen Stelle tritt ein erhöhtes
Bodengeschoss. So festgewurzelt ist da die Gewohnheit,
im Erdgeschosse zu wohnen, dass ein reicher
Besitzer, wenn er dennoch ein hohes, mehrstöckiges,
modernes Haus gebaut hat, alle oberen Zimmer leer
lässt und sich auf ein paar untere, enge Gemächer
beschränkt.
Die Galerie verliert beim ebenerdigen Gebäude,
welches dem Pise und dem Bau mit ungebrannten
Ziegeln entspricht, weil solche Mauern kein grosses
Gewicht, also kein Obergeschoss tragen könnten, ihre
Bedeutung. An ihre Stelle tritt eine Art Vorhalle,
wie sie Fig. 174 4, die ein etwa 100jähriges Haus
Jer Ortschaft Varens unfern von Montauban darstellt,
ersichtlich macht. A, @ und b sind zwei
‚chambres“, jede mit Kamin. Die eigentliche
salle aber ist a. Das andere Gemach ist Schlafraum
ınd birgt nebenbei Feld- und Gartenfrüchte. An a
schliesst der Stall an; hinter dem Wohntract beindet
sich eine breite Einfahrt, Weinkeller (cha y) und
gleich Remise. Der Raum g ist unter dem Portius
(le balet), welcher durch das vorspringende
JTausdach gedeckt wird. Fig. 174 B ist eine Ver-'einerung
dieses primitiven Typus. Die Stallthüre ist
laselbst hinten am Hause. Der Porticus ist um ein
oaar Stufen erhöht, der Dachboden an einem Stück
seiner Länge offen gelassen und um die Porticus-1)
Im oberen Gailthale (Kärnten) herrscht der Gebrauch,
lass die Nachbarn zu einem Neubau Materialien und Arbeit
jeisteuern. Nur gewisse Handwerksarbeiten bezahlt der Bauıerr.
Ganz derselbe Gebrauch wird auch für den Bas-Quercy
ıngeführt. Diese Zufuhren heissen carrets. Nach Vollendung
lerselben bietet der Hausherr den Spendern ein Festmahl,
RosEGGER erwähnt wieder die obersteirische Sitte, dass die
Nachbarn den Bauleuten während des Baues Lebensmittel
zutragen. Aehnliche Tehereinstimmungen bieten ein grosses
Interesse.