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einer Giebelseite mit anstossendem Viehstalle;
zwischen beiden sei eine trennende Mauer. Beide
sind von der Strasse zugänglich. Oberhalb sei eine
Galerie (besonders zum Maistrocknen) angebracht.
Dies betrifft die ländlichen Gebäude der sogenannten
Bresse pauvre zwischen Macon und Nantua
auf dem linken Saöneufer. Aehnlich seien die Häuser
der Bresse Chälonnaise oder Pouilleuse im
Departement Saöne-et-Loire, sowie in Theilen
von Haute-Saöne und Cöte d’Or, was den
Grundriss betrifft; nur seien sie dort zu hässlichen
Strohhütten mit äusserlich angebautem Kamin an der
Giebelseite verkümmert. Im Hause sei eine niedere
Herdfläche unter dem berussten „ätre“ (Atrium),
worunter der Autor einen Kaminmantel in Kopfhöhe
zu verstehen scheint. Solche Angaben, und noch
dazu ohne fachgemässe Zeichnungen, lassen wohl
die Grundform jener Bauten vermuthen., aber nicht
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massenhafte Schnee in bedeutender Meereshöhe habe
lazu geführt, dass alle Verrichtungen in Wohnung,
Stall und Speicher möglichst, ohne dass man das
schützende Dach verlassen müsste, sich vollziehen,
Im selben Dorfe gibt es Häuser mit den Eingängen
ın der Giebelseite und gleich daneben mit Eingängen
anter der Dachtraufe. Es gibt, wo Getreide gebaut
wird oder wo Brettschindeln aufgenagelt werden,
steile Stroh- und Schindeldächer. Flachere Dächer
scheinen mit Legschindeln gedeckt zu sein. Ueberall
‘st der Hauskern gemauert. Oberhalb der Wohngeschosse
ist viel Holzwerk. Im Bereiche der Commune
de Chäteau-Ville-Vieille besteht das abgeson-\
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Pie, 164. Gegend von Langres (Departement Haute-Marne)
erkennen, Ebenso verhält es sich mit der Darstellung
aus dem Departement d’Isere, der Gegend
von Grenoble, Auch dort scheint das kleine
Bauernhaus aus blos einem Wohnraume mit ganz
kleinem Fensterchen und mit einem Kamine an eineı
Wand, dann aus einem Stalle zu bestehen. Letztereı
ist unter demselben Dache, durch eine Mauer abgetrennt,
aber mit der „maison“ in innerer Verbindung.
Wir verdanken einem klaren Berichte des Abbe
P. GiLLAume gute Nachrichten über Wohnart und
Lebensweise der Bewohner des Departements
Hautes-Alpes, Gegend von Besancon und
Guillestre. Ein paar Notizen Anderer dienen zur
Vervollständigung seiner Angaben. Im Allgemeinen
heisst dort wieder die Küche maison; es bestehen
auch daneben einige minderwerthige Schlafräume.
Weitaus überwiegend ist das Einheitshaus. Der Verfasser
meint bei der Krklärung dieses Systems. der
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/ennbrücke
Fig. 165. 4. Bourg de Ristolas (Departement Hautes-Alpes).
B. La Monta (Ristolas) (Departement Hautes-Alpes).
lerte „Futterhaus“ aus einem gemauerten Stalle und
larüber einem luftigen Blockbau (la fusto; von
il fusto, ital. Baumstamm). Typisch ist ein Trockengerüst,
eine Art Galerie — la lobio oder lou
puerti, zuweilen beim Erdgeschosse, häufig am
Dachboden. Auf der lobio wird die feucht, oft aus
dem Schnee eingebrachte Fechsung getrocknet.
Bei Trennung von Wohnhaus und Futterhaus
heisst das erstere lou caset und enthält in der
Regel blos den fougagno (Herdraum) und den
pogle, die Nebenkammer.
Fig. 165—168 mögen einige Hausformen: Fig. 165
von Ristolas. Fig. 166 von St. Veran, Fig. 167 von