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sein dürfte, was ja nicht gerade unmöglich sein
könnte, so dürfte sich eine solche Annahme in Bezug
auf die hinteren Stuben des Hauses Nr. 57 in Riegersbach
wohl nicht aufstellen lassen, denn dann, wenn
die hintere Stube mit der vorderen im Jahre 1727
erbaut worden wäre, könnte sich nicht schon im
Jahre 1776 die Nothwendigkeit der Erneuerung der
hinteren Stuben ergeben haben. da die vordere. die
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Fig. 156. Grundriss zum Hause Nr. 57 in Riegersbach (1: 400),
Rauchstube, noch heute in vollkommen gutem Zustande
sich befindet.
Die Rauchstube dieses Hauses ist die grösste von
all’ denen der bisher besprochenen Häuser. Sie misst
nämlich 71, m in der Länge und 6%, m in der
Breite. Ich sah in der Gegend von Vorau überhaupt
nur eine grössere noch, die bei gleicher Breite
3:25 m in der Länge misst. Sie befindet sich im
Hause Nr. 80 des Franz Hammer vulgo „Franz’l in
Rechpea‘“ in der Gemeinde Schachen. Die Aus-Mittheilungen
d. Anthrop. Gesellsch. in Wien. Bd. XXVIT. 1897
stattung der Rauchstube im Hause Nr. 57 ist der
ler bisher besprochenen Rauchstuben gleich, Die im
?lane den Wänden entlang laufenden Linien deuten
wieder die stabilen Bänke an. In einer der vorderen
icken steht der Tisch T und in der quer gegenüberjegenden
der Herd H,. Er ist dem aus dem Hause
Nr. 84 in Riegersbach (s. Fig. 152) gleich, nur weist
ar bei @ eine Ausweitung auf, in der ein „Ainmauerzess’1“
eingemauert ist. Das hier gehitzte Wasser
lient zum „Abbrennen“ des „Liada‘“, An den Herd
schliesst sich wieder ein Backofen an, an dem wieder
sine Hühnersteige steht. Vor dem Herde ist unter-3alb
der Decke bei b eine hängende Stange anzebracht,
die ich in anderen Rauchstuben nicht sah
ınd deren Richtung durch die lange punktirte Linie
angedeutet ist. Es ist die „Flaischstänga‘“. Von ihr
reichen kleinere Stangen auf die Oberfläche des Feuerhutes;
es sind dies die „Flaischstang’l“, An diese
wird das zu räuchernde Fleisch gehängt. Bei c hängt
die Spanschwinge von der Decke. Unter W-B steht
Jie Wasserbank und unter 7-B ein Tafelbett.
In der Laube ist oberhalb d über der Thüre
wieder ein Rauchfang befestigt. Oberhalb e hängt an
Stangen das „g’selchti“ (geräucherte) Fleisch. Hieher
wird es also gebracht, wenn es in der Rauchstube
yeräuchert worden ist, und hängt hier, bis es zu
Ende geht. Es dauert aber durch das ganze Jahr an.
Jeber F hängt ein „Proutrend’l“. Von g aus führt
aäne Treppe auf den Dachboden. Bei h und % führen
Stiegen zu den „oberen Stuben“. Die Stiege bei 4
andet in ein rechtwinkelig gebrochenes Vorplätzchen,
las mit einem Geländer versehen ist und bei & durch
aäine Thüre auf den balconartigen Gang ! hinausführt.
Die Kreise in der Laube deuten die Standvplätze von
Mehlfässern („Stibi“) an.
In der grösseren oberen Stube stehen ausser dem
Cische T, der daneben stehenden Bank und den
stabilen Bänken sieben Kästen K,‚—K,, eine Truhe
Tr, ein Hackbloch H-B, zum Zerhacken von Fleisch
and unter H-B eine Hobelbank. Während der wärneren
Jahreszeit wird in dieser Stube gegessen, im
Winter in der Rauchstube. In der kleineren oberen
Stube stehen ausser dem Tische T drei Kästen K,
bis K,, zwei Betten B, und DB, und eine Truhe Tr.
Keine der beiden oberen Stuben ist heizbar.
Das untere Stübel ist ausgestattet mit einem
Kachelofen K-O, neben dem bei m eine Bank steht
und der mit einem „Glanna‘““ umgeben ist, dann
mit drei Betten B,—B,, einer Truhe Zr und einer
Kastenuhr nn. Hier schlafen der Bauer. die Bäuerin