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dass vorher dort, wo heute unter dem inneren Stübe]
die Streuhütte ist, ein Wagenschuppen war. Zwischen
dem Wagenschuppen und dem Wohnhause befand
sich aber nichts, als ein einfaches Bretterthor, das
den Hof hier absperrte. Der Hof musste also dem
Hofe des „Hans’l in Anger“ geglichen haben, wenn
man sich das Stöckl über der Einfahrt, das vielleicht
auch eine neuere Errungenschaft ist, wegdenkt.
Ich habe übrigens ein Gehöft, das des Johann
Haspel vulgo „Hans’l in da‘ Grua‘“, in Vornholz
photographirt, das im Jahre 1770 erbaut wurde und
genau so aussieht, wie das Gehöft Nr. 14 in Puchegg
N
m
| Malbet
Fig. 154. Grundriss zum Hause Nr. 14 in Puchegg (1 : 400}.
nach der Beschreibung seines Besitzers vor dem im
Jahre 1885 erfolgten Ansbaue ausgesehen haben
muss. Hier lässt sich also ein allmälig erfolgter Ausbau
nicht in Abrede stellen.
Die Rauchstube dieses Hauses ist wieder untermauert.
Sie hat in der Giebelwand fünf Fenster,
wovon ein höherliegendes Fenster jetzt mit einem
Brettchen vermacht ist. Hoch oben in der Mitte der
Wand gewahrt man noch eine jetzt verschlagene
Oeffnung. Dort dürfte wahrscheinlich ehedem ein
Rauchschlot wie beim Hause Nr. 35 in Tulwitz
(s. Fig. 148) hervorgeragt haben. In der Wand der
Rauchstube, an welche der neue Tract anschliesst.
befindet. sich nur ein Fenster. in der gegenüberjegenden
dagegen drei. Die Rauchstube ist sehr
lürftig ausgestattet. Es befindet sich darin nichts
als ein Tisch T, dabei eine Bank, zwei stabile Bänke,
larüber die schmalen Wandbretter, im Tischwinkel
las Eckkästchen, der Herd mit dem dahinterliegenden
Backofen B-O und an der freien Wand des Back-»fens
eine Hühnersteige H-St, Der Herd gleicht dem
im vorbesprochenen Hause Nr. 84 aus Riegersbach.
Bei @ steht in der Mitte der Rauchstube die hölzerne
Säule, welche den schadhaften Durchzugbalken stützt.
Die Laube ist reicher ausgestattet. In derselben
steht wieder ein Tisch und daneben zwei Bänke
und bei b zwei Stühle. Hinter dem Tische stehen
bei K, und X, zwei Kästen und neben diesen eine
Wasserbank W-B. Ein dritter Kasten steht unter K,
und daneben eine Truhe Tr. Oberhalb c ist über
der Thüre, die in die Rauchstube führt, auch hier
wieder ein Rauchfang angebracht. In der gegenüberliegenden
Ecke steht bei d ein aus Ziegeln aufgemauerter
Kamin. Von diesem Kamin aus wird der
Kachelofen K-O, der in der hinteren Stube steht,
geheizt. Der Kamin dient dazu, den Rauch, der aus
dem Backofen hervorströmt, aufzufangen. Vor dem
Kamin ist bei e ein Wasserkessel angebracht. Auch
den Rauch der darunterliegenden Feuerstelle nimmt
ler Kamin auf. Vom Kamin führt ein gemauerter
Schlot schräg aufwärts durch das Dach. Sowohl der
Kachelofen, als auch der Kamin und der Wasserkessel
sind erst in neuerer Zeit aufgestellt worden.
Die hintere Stube liegt um mehr als 1 m höher
als die Laube. Zu ihr führen bei f einige Stufen
>mpor. Bei g leitet eine Stiege auf den Dachboden
Jer hinteren Stube und bei h eine Treppe hinab in
den Keller, der unter der Laube und der hinteren
Stube liegt. In der hinteren Stube sind bei B,, B,
and B,; drei Betten und bei Kı, K, und K,; drei
Kästen, bei Zr eine Truhe und bei T' ein Tisch
ıntergebracht. Der Kachelofen ist durch eine Ofenbank
und ein „Ouf’nglanna‘“ (Ofengeländer) eingefasst.
Das Vorhaus im neuen Tracte und die daneben
liegende Kammer sind leer. Die beiden Stübel haben
in den Aussenwänden je zwei Fenster, die mit hölzernen
Gittern versehen und mindestens viermal. so
gross sind, als die Fenster der Rauchstube. Das
zweite Stübel hat ausserdem noch zwei Fenster in
ler Giebelwand des Tractes. An den Aussenwänden
steht in jedem Stübel eine stabile Bank. In den
Ecken £ und j sind oberhalb der Bänke Altäre angebracht.
Im. vorderen Stübel stehen zwei Betten B.