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Full Text : Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 17=27.1897

— 178

(Fig. 151) zu ersetzen. Aus dem Plane geht hervor,
dass die beiden parallelliegenden Haupttracte rückwärts
 wieder durch die quer gebaute Scheune, die
auch hier aus drei Theilen, der Tenne, dem Heustadel
 und dem „Hälpäa'n“, besteht, verbunden sind.
Die Tenne ist hier gegen den Hof zu offen. Die Eintheilung
 des links liegenden Stallgebäudes ist der
Eintheilung des Stallgebäudes im Lederer-Hofe zu

stocke, der auf dem Gange steht, in Verbindung ist.
Unter der Stiege ist die Hundehütte. Ich fand in
ler Gegend von Vorau kein Haus, das nicht von
einem bissigen Köter bewacht gewesen wäre. Zum
Glücke für den Fremden müssen hier jedoch alle
Hunde tagsüber.an der Kette liegen. An der Aussenseite
 der Wagenhütte steht ein laufender Brunnen,
der sein Wasser in einen hölzernen Trog ergiesst,

Fig. 150. Haus Nr, 84 in Riegersbach bei Vorau.

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Fig, 151. Grundriss des Hauses Nr. 84 in Riegersbach (1: 400\

Schachen ganz ähnlich. Das Stallgebäude schliesst
nach vorne wieder mit einer Wagenhütte ab, die
von der Giebelseite aus durch ein grosses Thor betreten
 werden kann. Oberhalb des Thores ist, wie
sich aus der Ansicht ersehen lässt, ein Gang angebracht.
 Zu diesem führt eine Stiege empor. Vom
Gange aus betritt man durch eine Thüre den über
der Wagenhütte liegenden „Fruchtkasten“. Das
Wagenrad, das über die Brüstung des Ganges vorhängt,
 ist ein Schwunegrad, das mit dem Sehleif-Aus

 dem Plane ist zu entnehmen, dass sich im
Stallgebäude kein Kuhstall befindet. Derselbe liegt
zwischen dem Wohnhause und der Scheune. Vorne
stellt die Verbindung zwischen dem Wohnhause und
lem Stallgebäude ein „Stöck’1“, eine Kammer, her,
n welcher Mehl und Fleisch etc. aufbewahrt wird.
Wie die Ansicht sehen lässt, liegt die Stube hoch
iber der Erde. Sie ist untermauert. Die steinernen
Mauern schliessen einen „Krumpiankella‘“ (Krumoian,
 Grundbirnen, Erdäpfel) ein. Von der Kellerthüre
            
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