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zedenke, die in der ortsüblichen Weise mit dem
Wohnhause verbaut liegen.
In der engeren Umgebung von Vorau habe ich,
wie ich bereits oben betonte, keinen einzigen Hof
gefunden, in dem das Wohnhaus, wie bei dem eben
beschriebenen Hofe, von den Wirthschaftsgebäuden
vollkommen abgesondert gestanden wäre; solche
Häuser traf ich jedoch einige, die in ihrem Inneren
genau dieselbe Umgestaltung erlitten haben, welche
ich am zunächst vorherbesprochenen Hause nachgewiesen
habe, so z. B. das Haus des „Hans’l in der
Stifing“ (Gemeinde Riegersbach), das im Jahre 1616
arbaut wurde, und das Haus des Anton Weissenbäck
vulgo „Duri-Toni“ in Puchegg, das im Jahre 1764
gebaut wurde und bis vor 10 Jahren noch seine Rauchwieder
ein Holzbau. Das Holzgefüge ist mit derselben
Sorgfalt hergestellt, wie beim vorherbesprochenen
Tause. Die Holzwände der vorderen Stube liegen
ıuf steinernen Mauern, die einen Keller einschliessen.
Die Kellerthüre ist in der Giebelwand des Hauses
ıngebracht. Das Haus deckt ein Strohdach., An der
Xiebelseite des Hauses ist wieder ein Gang . anvebracht.
Er wird durch eine kurze Abwalmung vom
Zegen geschützt. In der Giebelwand dieses Hauses
sehen wir sechs Fenster, vier in einer unteren und
zwei etwas kleinere in einer oberen Reihe. Die
Yenster dürften auch schon vergrössert worden sein.
Sie haben nämlich aussen Fensterrahmen. An den
3ahmen der unteren Fenster sind hölzerne Fensterladen
befestigt. In der hofseitigen Wand der vorderen
Fig. 147. Haus Nr. 19 in Schachen bei Voran.
stube hatte. Ein anderes Haus, das des Josef Kerschbaumer
vulgo „Gressing“ in Schachen (H.-Nr. 78),
wurde einfach dadurch umgestaltet, dass jener Theil
der grossen Rauchstube, in welchem der Herd lag,
durch eine Bretterwand vom anderen Theile abgetrennt
wurde. Der Theil, in dem der Herd steht.
ist jetzt Küche, während die andere Hälfte den
Charakter der Rauchstube verloren hat und eine
Wohnstube ist. Die Laube aber hat ihren alten
Charakter beibehalten.
Das Haus, dessen Beschreibung jetzt folgen soll,
liegt in der unmittelbaren Umgebung von Vorau. Es
gehört zur Gemeinde Schachen, führt die Hausnummer
19 und trägt den Hausnamen „Lederer in
Killa“ (Erlach, Erlenwald oder Erlengestrüpp). Das
Haus wurde, wie die eingeschnittene Jahreszahl auf
dem Durchzugbalken beweist, im Jahre 1736 erbaut.
Wie die Ansicht dieses Hauses (Fig. 147) zeigt. ist es
Stube sind vier Fenster, die in einer Reihe liegen,
ıngebracht. In der Wand, die dieser gegenüberliegt,
befinden sich zwei weitere Fenster. Da diese Stube
im Ganzen also nicht weniger als 12 Fenster hat,
ist sie, obwohl die Fenster nicht gross sind, ganz
zut beleuchtet.
Wie aus dem Plane der ganzen Hofstätte (Fig. 148)
nervorgeht, ist hier das Wohnhaus so zu den Wirthıchaftsgebäuden
gelegt, dass innerhalb aller Gebäude
an vollkommen abgeschlossener Hof liegt. Trotzdem
;teht das Wohnhaus noch insoferne frei, als es nicht
überall mit anderen Gebäuden verbaut, sondern vorne
1ur durch ein Thor mit den in der Nähe liegenden
Schweineställen verbunden ist.
Besehen wir uns nun den Grundriss des Wohnıauses
näher, so erkennen wir, dass dem Hause diejelbe
Dreitheilung zu Grunde liegt, welche das
Zamnzen-Hanuns aufwies hevor es die Umvestaltung