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Truhe. Das bei B, stehende Kinderbett und deı
danebenstehende Kasten K, sind wohl nicht an ihrem
Platze, wenn die Einrichtung des Zimmers als eine
typische aufgefasst werden soll.
Ganz willkürlich ist die Anordnung der Möbel
im Stübel. B, und B, sind Betten, Ba ist eine
Bank, 7 ein kleiner Tisch, K ein Kasten, Zr eine
Truhe.
Im Wohnhause befindet ‚sich ausser dem Aufgezählten
nur noch ein Raum, der rechts von Küche
and Laube angegliedert ist und durch eine Thüre
von der Laube aus und durch eine, die aus dem
Freien hineinführt, betreten werden kann. Dieser
Raum beherbergt die Schweine. Es ist derjenige vor
den Wirthschaftsräumen, der von dem Wesen, dessen
Schaffensgebiet weniger der Stadel oder Feld und
Flur, sondern das Haus selbst es ist, welcher von
der Hausfrau am häufigsten betreten wird. Es nimmt
darum nicht Wunder, wenn gerade das Schwein.
eigentlich das unreinste aller Hausthiere, seine Wohnung
unter demselben Dache erhält, unter dem deı
Mensch seine Tage verbringt.
Der Schweinstall, die Küche und die Laube sind
aus Mauerwerk aufgeführt, die Wohnräume aus Holz
gebildet. Die dazu verwendeten Stämme sind von
allen Seiten glatt behauen und die Enden der Balken
sind an den Ecken des Hauses sauber verzinkt. Das
nette Aussehen und das dicht schliessende Gefüge
der Balken macht einen Verputz aus übertünchtem
Lehm, wie er in der Heanzerei üblich ist, hier aussen
und innen überflüssig. Der Blockbau ist, wie dies
in dieser Gegend vielfach vorkommt, untermauert,
Das verhältnissmässig hohe Strohdach zeigt an beiden
Giebeln Abwalmungen bis zur halben Dachhöhe. Der
vordere Giebel ist offen, der rückwärtige mit Brettern
verschalt. Die Deckungsart des Hauses ist jene der
Gegend von Kirchschlag und die Firstversicherung
die, welche ich aus Schmiedraith beschrieben habe.
Vor der vorderen Giebelseite des Hauses liegt ein
kleines Gemüsegärtchen.
Dem Hause gegenüber, etwa 25 m entfernt, liegt
parallel zu diesem der grosse Stadel. Er ist aus
Steinen erbaut. Das Mauerwerk ist roh und nicht
verworfen. Der Stadel besteht aus zwei Geschossen,
Ich bringe von diesem Stadel ebenfalls eine Ansicht
(Fig. 137). Da ich in dieser Gegend wiederholt Städel
von ähnlichem Aussehen angetroffen, kann dieser
Bau wohl als der eines typischen Stadels angesehen
werden. Charakteristisch ist der hängende Gang, der
sıch vor der ganzen Vorderseite des zweiten Geschosses
hinzieht und der durch das an dieser Seite
weit vorragende Dach geschützt ist. Zu diesem Gange
führt in der Nähe des rechtsseitigen Endes eine
Stiege hinauf. Ich erachte es nicht für nothwendig,
auch die Grundrisse der beiden Geschosse zu bieten,
da sich die Räume, welche dieser Stadel in sich
schliesst, leicht vergegenwärtigen lassen, wenn man
die Ansicht desselben vor Augen hat. Der Stadel
aat keine grosse Tiefe, so dass hinter jeder der vier
Chüren, welche das Erdgeschoss zeigt, nur ein Raum
liegt, der von der Thüre bis zur rückseitigen Wand
les Stadels reicht. Die erste Thüre rechts führt in
ine Futterkammer. Die zweite grössere Thüre öffnet
sich in den Ochsenstall, in dem gewöhnlich zwei
Paar Ochsen stehen. Hinter der ebenfalls grossen dritten
Chüre liegt der Kuhstall, in dem gegenwärtig zwei
Kühe, drei Kälber und vier Schafe untergebracht
sind. Durch die vierte Thüre gelangt man in einen
Fig. 137. Stadel beim Hause Nr. 3 in Auen.
Keller. Im Obergeschosse des Stadels liegt über dem
Kuhstalle die Tenne. Zur Tenne führt an der Rückseite
des Stadels eine Tennenbrücke empor, über
welche die beladenen Erntewagen in die Tenne einfahren,
Rechts und links von der Tenne sind die
‚Heuböden“. Das unausgedroschene Getreide, Stroh
und Klee werden im hohen Dachraume des Stadels
ıntergebracht. Das Dach des Stadels ist, wie es den
Anschein hat, zu wiederholten Malen ausgebessert
worden. In der Wahl des Materiales, das zum Ausbessern
verwendet wurde, war man nicht sehr
wählerisch. Es wurde offenbar verwendet, was gerade
als am entbehrlichsten zur Hand war. Die
inke Ecke zeigt kurze Dachladen, gleich daneben
vesorgen die Kindeckung lange Bretter, die vom First
is unmittelbar an den Rand des Daches reichen.
Hierauf folgt noch ein gutes Stück neueren Strohlaches.
Es ist dieses Stück nicht so schön glatt
zeschoren, wie der das rechte Ende bildende Rest
les alten Strohdaches. Das Flickwerk im Dache gibt