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nimmt, schliesst sich gegen die Einfahrt noch ein
zweifensteriges Zimmer an, dessen Fenster aber so
angebracht sind, dass nur eines davon sich in der
Vorderfront des Hauses befindet; das andere sieht
in den Hof. Beide Zimmer sind durch eine Thüre
mit einander verbunden. Das grössere der beiden
Zimmer hat vier Fenster. Zwei davon liegen in
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Wie aus dem Grundrisse des Hauses, Fig. 128,
srsichtlich ist, gliedert sich an die grosse Stube die
Küche an. Auch die Küche hat zwei Fenster in
zegenüberliegenden Wänden. Besonders hervorzehoben
muss hier werden, dass die Laube (Lab’m)
and die Küche hier zwar auch in Verbindung mit
einander stehen. d. h. neben einander liegen. dass
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Fie. 127. Haus Nr. 14 in Sebersdorf bei Hartberg.
der etwas vorspringenden Giebelmauer und je eines
der beiden anderen sich gegenüber in den an die
Giebelwand anstossenden Mauern. Fenster in sich
gegenüberliegenden Wänden sind für diese Gegend
ebensowenig untypisch, wie für die Gegend von
Kirchschlag (vgl. oben S. 132). Da wie dort ist also
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Fig. 128. Plan zum Hause Nr. 14 aus Sebersdorf (1 : 480.
der Zwang des althergebrachten Gesetzes, das da
fordert, dass die Mauer, welche dem Nachbarhause
zugekehrt ist, fensterlos sein muss, und welches
Herkommen in der Heanzerei sowohl, als auch in
der Gegend von Oedenburg noch streng beobachtet
wird. bereits überwunden.
;je aber nicht dieselbe Lage einnehmen, wie Laube
and Küche in all’ den Häusern, die von mir bis jetzt
‚eschrieben wurden. In diesem Hause liegen nämlich
Laube und Küche als vollkommen gesonderte Räume
jarallel zu einander in der Richtung der Längenachse
Jes Hauses, während in all’ den Gegenden, die bis
jetzt von mir in Bezug auf das Bauernhaus durch-‘orscht
wurden, die charakteristische Lage von Küche
and Laube die ist, dass die beiden Räume nicht
Jurch eine Mauer, die rechtwinkelig zur Längenachse,
sondern parallel zu dieser steht, getrennt sind. Die
Trennung zwischen Küche und Laube in dieser Lage
ist übrigens keine vollkommene, da der Ausschnitt
in der Mauer, der die Verbindung zwischen beiden
Räumen herstellt, meist grösser ist, als eine gewöhnliche
Thüre und fast nie durch eine Thüre zu schliessen.
sondern in den weitaus meisten Fällen offen ist.
Vgl. Bd. XXIV, S. 118.) Die Anordnung von Laube
and Küche, wie sie dieses Haus zeigt, ist in dieser
Gegend keineswegs selten, doch ist sie auch nicht
ausnahmslos, da, wie aus der Beschreibung des
1ächsten Hauses aus dieser Gegend hervorgehen wird,
auch die Anordnung von Laube und Küche vorzommt,
die aus meinen Abhandlungen in Bd. XXIV
ınd XXV bereits bekannt ist.
Die Laube des Hauses Nr. 14 in Sebersdorf hat
usser der einen Thüre, durch welche man vom
Tofe aus Zutritt hat, übrigens noch eine zweite
Thüre, die durch die gegenüberliegende Wand in’s
Freie führt. Sie ist also auch hier so eingerichtet,
wie die Lauben in den oben beschriebenen Häusern