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steirischen Grenze näher liegen, wieder reines Heanzisch
gesprochen wird. Sollte Riedlingsdorf etwa
eine neuere Ansiedelung sein? Die Flurforschung
könnte hierauf vielleicht die richtige Antwort geben.
In den Dörfern Buchschachen, Kitzladen und
Alhau kommen fränkische Gehöfte wieder in ühber-Das
Haus hat die Nummer 13 und ist Besitzthum
les Bauern Johann Kurz und seiner Frau, Theresia,
eb. Böhm, Der Bauer ist 50 Jahre alt, seine Frau
LO Jahre jünger. Die beiden Eheleute haben drei
Söhne: Johann (geb. am 2. Februar 1877), Samuel
oeb. am 7. Februar 1881) und Josef (geb. am
Fig. 115. Haus Nr. 13 in Buchschachen.
wiegender Zahl vor. Auch aus dieser Gegend will
ich die Ansicht und den Grundriss eines Hauses im
Bilde bieten, um die Gleichartigkeit der fränkischen
Gehöfte in Oberschützen und in der Gegend westlich
davon nachzuweisen. Das Haus, dessen Bild
Fig. 115 wiedergibt, steht in Buchschachen. Auf
den ersten Blick schon fällt die Aehnlichkeit des
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Stube
?ig, 116. Plan zum Hause Nr. 13 in Buchschachen (1 : 400}.
Aeusseren dieses Hauses mit dem jener Häuser, die
ich in Bd. XXV aus Oberschützen abgebildet habe,
auf. Der Umstand, dass auch bei diesem Hause die
Ecken der Dächer nicht verschmolzen sind, lässt
annehmen, dass auch hier nicht alle Tracte gleichzeitig
entstanden sind, sondern dass, wie es wirklich
der Fall ist, das Haus erst allmälig, d. h. durch
Zubauten die Ausgestaltung zum vollkommen .geschlossenen
Gehöfte erhielt. die es heute zeigt.
26. Februar 1884). Zur Familie gehört noch die
56 Jahre alte, ledige Schwester des Bauern, Marie.
Das Bauerngut umfasst 10 Joch ä 1200 Quadrat-<Jlafter
Ackerland, 3'/, Joch Wiesen und 8 Joch
Wald. Der Grund, auf dem das Haus steht, umfasst
mit dem das Haus umschliessenden Obstgarten
'400 Quadratklafter. Es kommt somit dieses Ausmnaass
dem Durchschnittsbesitze: eines Bauern von
Jberschützen und Agersdorf nahe (vgl. Bd. XXYV,
S. 101).
Der Viehstand besteht aus 2 Zugpferden und
einem jährigen Füllen, 2 Kühen, 1 Kalb, 7 Stück
Schweinen und 16 Stück Hühnern. Den Eintritt
in’s Haus verwehrt kein bissiger Hund. Hunde findet
man im Eisenburger Comitate bei Bauernhäusern
überhaupt verhältnissmässig wenige, seit die Hundesteuer
auch in den Dörfern eingeführt worden ist.
Die Familie bewirthschaftet das Anwesen ohne
Dienstboten.
Den Grundriss des Hauses bietet Fig. 116. Er
zeigt sowohl in den Wohn- als auch in den Wirthschaftsräumen
dieselbe Anordnung, wie die Oberschützener
Bauernhäuser. Hervorgehoben mag werden,
Jass das Haus ausser dem KEinfahrtsthore in der
Stirnseite noch zwei Thore, eines im gegenüberliegenden
Stadeltracte, welches hier zugleich Tennen-;:hor
ist, und ein zweites Einfahrtsthor in der Südzeite
des Gehöftes hat.
Wie schon oben bemerkt, wurden nicht alle
Cheile des Hauses gleichzeitig erbaut. Der Wohn-;ract
(vordere Stube, Küche, Laube und hintere
Stube) mit dem anstossenden Pferdestalle und dem