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vom Hüter des Hauses, dass das Feuerross in Hand-‚ova
nicht bekannt sei, dafür aber stehen die Ofengabel
und der Öfenwagen ın den Formen, wie ich
die eine Bd. XXV der „Mittheilungen der Anthropologischen
Gesellschaft in Wien“, S. 122, Fig. 174,
aus der Gegend von Oedenburg und den anderen
ebenda Fig. 173 aus Oberschützen abgebildet habe,
in Gebrauch. Daraus geht hervor, dass wenigstens
im Winter in Krickerhäu auch im Ofen gekocht
wird.
Die gründliche Erforschung nicht allein des Hauses
der Krickerhäuer, sondern auch der Eithnographie
des ganzen interessanten Volksstammes, der heute,
wie ich dem „Pallas-Lexikon“ entnehme, unter
Slaven in den Comitaten Neutra, Bars und Turöcz
in drei Gruppen noch drei Marktflecken und 31 Dörfer
wöhnlich offen. An das Thor schliesst sich ein fast
2 m hoher Bretterzaun an, der den Finblick in den
Hof verwehrt. ;
Die Wirthschaftsräume fehlten bei diesem Hause,
loch sagte mir der Hüter des Hauses, dass sie sich
n der Regel in gerader Linie an die Wohnräume
ınschliessen. Es folgt auf das hintere Zimmer eine
‚Hofkammer“ und auf diese der Stall für Pferde
ınd Rinder. Die Scheune ist an den Stall angebaut,
ijegt jedoch quer und schliesst den Hof nach rückvärts
ab.
Ich greife nun auf die Wohnräume zurück
s. Fig. 100). Von diesen haben nur das „Visitammer“
und die von ihm getrennte „Schlafkammer“
3retterfussböden. Die anderen drei Räume haben
Fussböden aus gestampftem Lehm.
Fig. 102. Vorderansicht des deutschen Hauses aus Metzenseifen.
bewohnt, wäre umsomehr hoch an der‘ Zeit, da
dieser einst ausgedehnte deutsche Volksstamm allmälig
slavisirt wird und in starker Ahnahme hegriffen
ıst.
Das zweite deutsche Haus ist das Haus aus
Unter-Metzenseifen. Fig. 102 gibt die Vorderansicht
dieses Hauses. Es ist mit Schindeln gedeckt. Der
Giebel zeigt wieder Bretterverschalung und darüber
eine kurze Abwalmung. So wie beim Krickerhäuer
Hause fällt uns auch hier an der Giebelwand beim
Abschlusse des Erdgeschosses ein vorspringendes
schmales Schutzdach auf, das das Mauerwerk dieser
Wand vor Regen zu schützen hat. Das Haus ist ein
Ziegelbau moderner Form. Vom Hüter des Hauses
erhielt ich die Auskunft, dass ältere Häuser in Unter-Metzenseifen
noch aus Holz erbaut wären.
Das gemauerte Einfahrtsthor ist auch durch ein
Dach geschützt. Ein Flügel des Thores steht ge-Mittheilungen
d. Anthrov. Gesellsch. in Wien. Bd. XXYII. 1897.
Im Visitzimmer finden wir wieder die stabilen
Bänke und in dem Winkel, den sie bilden, den Tisch.
Zwischen den beiden hofseitigen Fenstern ist oben
ne „Rem“ oder „Tellerrem“ angebracht, von der
Form, wie ich sie Bd. XXV der „Mittheilungen der
\nthropologischen Gesellschaft in Wien“, S. 138,
fig. 215, abgebildet habe. Sie ist demnach der im
ı1eanzischen Hause gleich. Im Tischwinkel befindet
ich oberhalb der Bank ein verziertes Eckbrettchen,
lie „Winkelrem“, Zwischen den beiden gassenseitigen
Tenstern hängen ein Spiegel und Heiligenbilder
‘„Jesus® und „Maria“) an der Wand. An der Wand,
welche die Schlafkammer vom Visitzimmer trennt,
ist ein Schüsselkorb, auch „Rem“ genannt, anzebracht.
Zwischen der Thüre und dem grossen,
schönen Kachelofen, um den sich wieder eine Ofenbank
zieht, befindet sich etwa 1m hoch über dem
Fussboden in der Wand ein kleiner Kamin, der mit