Tenne liegt das „G’rüst“, der Platz für das auszedroschene
Stroh.
Dem Wohntract liegt auch die Dreitheilung zu
Grunde. Durch Untertheilung ist jedoch die Dreitheilung
sowohl im Parterre, als auch im Obergeschosse
zur Fünftheilung geworden.
Der erste Raum, den man ebener Erde von aussen
oetritt. ist ein Vorhaus. das die halbe Tiefe des
Faf. II im Bd. VII der „Zeitschrift des Vereines für
Volkskunde“.)
Die grosse Wohnstube wird vom Vorhause aus
getreten. Sie erhält Licht durch vier Fenster, von
Jlenen zwei in der gassenseitigen und zwei ın der
hofseitigen Wand liegen. Diesen beiden Wänden entlang
ziehen sich stabile Bänke. In den beiden vorderen
Ecken stehen zwei Tische. neben dem einen Tisch
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Öbergeschofs
Fig. 101. Risse des deuts
Hauses einnimmt. Hinter dem Vorhause liegt die
Küche. Sie wird durch ein Fenster erhellt. Der Herd
liegt an jener Wand, die die Küche von der grossen
Wohnstube trennt. Der Herd nimmt die ganze Breite
der Küche ein. Ueber den Herd wölbt sich ein gemauerter
Bogen, der als Feuerschirm dient und die
aufsteigenden Funken zurückschlägt. Er ist nothwendig,
da alle Wände und auch die Decke der
Küche aus Holz sind. (Vgl. hiezu die Fiye. 9 auf
‚en Hauses aus Krickerhäu.
ıoch eine kurze Bank. In der Ecke, welche sich der
Küche zukehrt, steht ein grosser Kachelofen, der von
„wei Seiten durch Bänke eingefasst ist. Der Kachelfen
wird von der Küche aus geheizt. Der Rauch
ıtrömt aus dem Ofenloch wieder in die Küche zurück.
n der Stube ist nahe dem grossen Durchzugbalken,
velcher „Rest“ genannt wird, parallel zu diesem eine
Stange angebracht. Darauf hängt man, wie mir der
JTüter. Andreas Tonhaiser aus Krickerhäu. sagte.