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Full Text : Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 16=26.1896

— 202 —

verliert jedoch nach beiden Enden hin an Stärke,
30 dass er vor den abgerundeten Enden blos 6 mm
stark erscheint. Seine Grösse ist dieselbe, wie bei
den vorhergehenden Ringen.
Ein Bruchstück von einem anderen sparrenartig
gravirten Armringe (Fig. 411), welcher die Grösse
der vorerwähnten haben mochte.
Ein Bruchstück von einem sechskantigen Reifen
(Fig. 412), dessen Seitenwände abwechselnd flach
und ausgehöhlt erscheinen. Die Stärke derselben
beträgt 9 mm.
Ein Bruchstück von einem breiten Armbande
(Fig. 413), welches mit vorstehenden Kerben verziert

an deren Dille zwei Ringe angebracht waren. Herr
ZART. Huavın, welcher dieselbe gesehen, hatte die
Güte, mir deren Form aufzuzeichnen, die ich anbei
Fig. 416) wiedergebe. Dieselbe war etwas über eine
Spannweite (24—26 cm) lang.
Ausser diesen Bronzegegenständen wurden hier noch
Klumpen von Kupfer- und Bronzeguss gefunden.
Schliesslich fand sich hier noch ein runder Kornreiber
 oder Klopfstein (Fig. 417), welcher auf
allen Seiten stark abgewetzt ist. Derselbe hat 7 cm
ım Durchmesser. ')
Der dritte Depötfund wurde im Sommer 1895
auch ausserhalb der Wallburg, und zwar unterhalb

Rio, 4186 (1/.).

Fig 4196 (1/,).

€

Ai 418 a (1/,} Fig. 420 (My).
Fig. 418—420. Arm-, Hand- und Fingerring aus Bronze aus dem Depötfunde hei Mali vrata am Pleßivec

war. Aehnliche Stücke enthielt auch der Beäfsiner
Fund.
Ein schmales, 8‘5 cm langes Werkzeug (Gravirnadel?)
 (Fig. 414), welches am unteren Ende flach
und zugespitzt ist.
Eine 95 cm lange-Nadelruthe (Fig. 415); die
Handhabe ist 17 cm lang, mit Knoten und schraffirten
 Ringplatten verziert. Dieselbe wurde, absichtlich
 viermal gebogen, in einer Felsenspalte eingesteckt
gefunden.
Mit der eben erwähnten Nadelruthe soll noch
ein einem „Schwerte“ ähnliches Stück, das aber
2ine mit Gold beschlagene Handhabe besass, gefunden
worden sein; dasselbe ist jedoch mit vielen anderen
daselbst gefundenen Objecten abhanden gekommen
und verschleppt worden. Unter diesen Objecten befand
sich auch eine ungewöhnlich grosse Lanzenspitze.

des kleinen Thores (Malä vrata) in den neuangelegten
Steinbrüchen gemacht; er enthielt vier bronzene.
schön patinirte Objecte, nämlich:
einen offenen massiven und gravirten Armring
"Fig. 418a), der im Durchmesser 13 X 10°5 cm hat
und 13 mm stark ist. Fig. 418b (!/, nat. Gr.) stellt
dessen Gravirung bei aufgewickelter Fläche dar.
Zwei ebenfalls offene massive und gravirte Han dringe
 (Fig. 419 a) und deren Gravirung in Fig. 419 b
ersichtlich ist. Dieselben haben 82X6:6 cm im
Durchmesser und sind 15mm stark, am Mittelstücke
aber sind sie etwas flach gedrückt: endlich

1) Aus diesem Funde befinden sich die Objecte 408 und
415 im Besitze Sr. Durchlaucht des Fürsten Hanau in Hotovic
4106, 407, 409, 411 und 414 im Besitze des Herrn HrıAvın in
Bescin und 409, 410 und 416 im Resitze des Försters Herrn
DPırrecumAaxy in Perzdädikkı
            
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