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uns keine Bedeutung und es ist daher unsere Aufgabe,
die ursprünglichen von ihnen festzustellen, was hier
mit Berücksichtigung der alten Wohnstätten nicht
schwer erscheint.
Der erste Weg in die Burg führte zu dem besagten
Alten Thor (bei a), welches den Haupteingang in
die ganze Verschanzung bildete und deshalb auch sehr
stark befestigt erscheint. Der zweite Eingang befand
sich, wie aus dessen Benennung hervorgeht, bei dem
sogenannten „Malä vrata“ (auch „u malych
vrat“, d. i. „zum kleinen Thor“) bei 6 im östlichen
Walle. Daselbst befinden sich keine besonderen Verschanzungen;
es musste dies daher ein blosser Seiteneingang
(aditus, exitus, introitus) gewesen sein. Den
dritten Eingang deutet uns die Benennung „u
yegen einander laufen und den gangartigen Kinlass
jeschützen. Der letzte Eingang führte aus der Hauptyurg
in die Zahrada bei / und ist derselbe im
Felsen durchgebrochen. Diese FEinlässe oder Thore
“üihrten in die drei eben erwähnten Verschanzungen,
welche wir nun näher besprechen wollen.
1. Die Hauptburg.
Die Hauptburg lehnt sich auf der Westseite
an unersteigbare Felsenklippen an, die sogenannte
„Velikä“ und „Malä skäla“ (d. i. der grosse und
vxleine Felsen), welche zwei Felsen durch eine
200 m lange und derart schroff abschüssige Berglehne
H mit einander verbunden werden, so dass das Aufwerfen
eines Walles zur Befestigung derselben ganz
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Fig. 403. Situationsplan der Burg „Hrad“ am Ple&ivec (1 : 22.500
novych vrat“ (d. i. „zum neuen Thor“) bei c auf
der nördlichen Burgspitze an; dieselbe bezieht sich
auf die beiden Eingänge in die Vor- und auch in
die Hauptburg und dürfte, wie aus dessen Benennung
hervorgeht, erst später errichtet worden sein; jedenfalls
aber nicht in den jüngsten Zeiten, sonst würde
man ihn nicht „Vrata“, sondern „Novä cesta“ (der
neue Weg) benannt haben. Ein ähnlicher Eingang
dürfte sich auch: in dem westlichen Walle bei d
befunden haben, denn durch ihn führt der einzige
gerade Weg von Rejkovic in die Burg, welcher auch
„na star6 cest&“ (d. i. auf dem alten Wege)
zenannt wird und somit aus älteren Zeiten herzuleiten
ist.
Das ursprüngliche Hauptthor der Hauptburg
befand sich auf der südlichen Spitze deselben bei e,
dort. wo die Steinwälle in bogenförmiger Krümmung
überflüssig erscheint, indem eine hölzerne Brustwehr
Jen Vertheidigern derselben eine hinreichende Schutzwand
bot.
Von der Mali skäla zieht sich der 50m lange
Wall 4 bogenförmig bis zum Thore e, dessen Kingang
Jurch einen 12m langen Engpass oder ein Defile
%ührte, welches durch die gegeneinander bogenförmig
'aufenden Wälle A und B gebildet wurde. Das Thor
xurde somit bei einem etwaigen Angriffe durch die
beiden flankirenden Wälle hinreichend geschützt. Die
ırsprüngliche Höhe des Walles 4, welcher der Windseite
zugekehrt ist und daher durch häufige daselbst
zorkommende Windbrüche viel zu leiden hat, ist
nicht mehr festzustellen; es scheint jedoch, dass er
ırsprünglich die Höhe von 3m nicht überschritt.
Das offene Thor e mochte ehemals 3m in der Lichtoreite
gehabt haben.