196
J. Die Wallburg am „Hrad“,
Den Gipfel des PleSivec-Berges nimmt die Wallburg,
„HArad“ (d. i. die Burg) genannt, ein, welche
theils von Natur aus oder zum grössten Theile mit
Steinwällen eingeschlossen ist. (Vgl. den Situationsplan
Fig. 403, 1:22.500.)
I. die Hauptburg, II. die Vorburg, II. die
Zahrada (Verschanzung).
Der Haupteingang in diese Burg befand sich auf
der südlichen Spitze derselben, wo es noch heute
„u starych vrat“ oder „ve vratech“ (d. 1. „zum
alten Thor“ oder „zum Thor“) heisst. und führte
Z Bewohnte Dörfer
Wille ‚unlergagene
Burg-Wohn-und
Gräberstätlen.
Mühlen.
BD
X
E
AO)
Wig. 402. Sityationsplan von Plesivee und seiner Umgebung (1 : 67.5001
Die ganze Burg besteht aus drei verschanzten
Plätzen, nämlich:
1) Auch Fr. BenzS in den Pamätky Archaelog. 1866,
Bd. VII, S. 430, J. E. WocerL im Pravök, S. 108, und Dr. Ju,
Föpıscn in den Mittheilungen d. k. k. Central-Comm. in
Wien, 1868, Bd. XIII, S. 37, haben Situationspläne der Wallburgentworfen,
die aber ganz verfehlt erscheinen. Auf meiner
Situationsplan in den Pamätky Archaelog. 1876, Bd. X, Tab. 4
wurde unerklärlicherweise der Wall D ausgelassen und durc}
Felsklipnen ersetzt
Jlerselbe bei @ ın die einstige Vorburg II. Auf der
ganzen Fläche der Burg kreuzen sich verschiedene
Wald- und Holzwege, die aber neu und bei jeder
Rodung des Waldes gewöhnlich anders, wie es eben
vortheilhaft erscheint, angelegt werden; blos jene
Wege, die aus der Vorburg hinausführen, bleiben
— 80 weit ich mich zu erinnern weiss — intact,
weil sie über abschüssige und schwer zugängliche
Berglehnen führen. Deshalb haben diese Wege für