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Schweinsborste (bb) gezogen ist. Das Röhrchen und
die Borste werden mit einem Faden (f) vielfach umschlungen.
Wenn dieses Werkzeug in das heissflüssige
Wachs getaucht wird, so saugt der Faden dasselbe
auf und das Wachs fliesst längs der Borste durch
das Röhrchen hindurch auf diejenigen Stellen des
Kies, auf welche es die kundige Hand des „schreibenden“
Weibes leitet. Sind nun auf dem Ei alle Stellen.
welche weiss bleiben sollen, mit dem Wachs bedeckt,
so legt man das Ei gewöhnlich in gelbe Farbe, wo
es einige Zeit verbleibt. Nimmt man nun das Ei
heraus, so ist dasselbe ganz gelb: erwärmt man aber
auf den Eiern bedient man sich eines aus einem
Läppchen gefertigten Bällchens, das an einem Span
oefestigt ist (wakohoner); mit demselben trägt man
lie Tupfen entweder aus dem Farbtöpfchen auf oder
man deckt diejenigen Stellen mit Wachs, welche von
ler nächsten Farbenlösung nicht bedeckt werden
sollen. Es ist selbstverständlich, dass auf verschielenen
Eiern verschiedene Farben und diese in verschiedener
Anzahl vorkommen können; die nöthigen
Farben werden zumeist nicht mehr selbst hergestellt,
sondern gekauft. Abbildungen von Ostereierornamenten
bieten die Fig, 390—393, Das Fischornament ist sehr
Ostereier aus dem Czeremosz- und Putillathal. 1)
(Von jedem Ei ist der Gürtel, welcher dasselbe der Länge nach in zwei symmetrische Theile scheidet, mitgezeichnet.)
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Fig. 391. Rother Grund mit schwarzen Flecken
(Blattornamentik ?). Alle Umrisslinien der Ornamente
weiss, ebenso die meisten Kreuz- und
Querlinien; nur in den Ellipsen und in den
Äussersten je drei Quadraten des Kreuzes gelb
Fig. 390
Rother Grund. Die stark ausgezogenen Linien
sind weiss: die dünneren gelh
Fig. 392. Rother Grund. Alle Umrisslinien der
Ornamente weiss, Die Kreuz- und Querlinien
im Mittelquadrat des Kreuzes und die vier in
die Winkel desselben hineinragenden Balken
ohenfalls weiss: sonst gelh.
das Ei und wischt dasselbe mit einem Tuche ab, so
reibt sich an denjenigen Stellen, wo das Wachs
haftete, natürlich die Farbe sammt dem darunter
befindlichen Wachs ab und es würde somit am gelber
Grunde die weisse Zeichnung erscheinen. Indessen
begnügt man sich nicht mit dieser einfachen Zeichnung,
Das Ei wird vielmehr, sowie es aus der gelben Farbe
kommt, ohne abgerieben zu werden, wieder mit Wachs
gezeichnet, und zwar werden nun alle jenen Stellen
mit Wachs gedeckt, welche gelb bleiben sollen. Das
so vorbereitete Ei kann nun in die rothe Farbe gelegt
werden, wodurch man nach dem Abtrocknen und
Abwischen ein rothes Ei mit weissem und gelbem
Ornament erhält. Zum Herstellen von Flecken. Tunfen
nerkwürdig, weil Thierornamente sehr selten vorxommen.
Hinter den Fässern oder anderen Geräthen gewahrt
man die aus Holz gefertigte Mausfalle (Fig. 338),
deren oberes, gewöhnlich mit einem Steine beschwertes
Brett herabklappt, sobald die am Stäbchen
a befestigte Lockspeise von der Maus gestossen
und in Folge dessen das Stäbchen b lose wird. Auch
den aus Holz gefertigten und oft schön mit ein-1)
In der Auswahl der Eier konnte, da auf eine Wiederzabe
der Copien in Farbendruck im Vorhinein nicht zu denken
war, leider nur auf diejenigen Rücksicht genommen werden.
deren Ornament einfach genug war, um auch in Schwarzdruck
noch einigermassen deutlich hervorzutreten.