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Bei Gabrje, nördlich Tolmein, Isonzothal, steht ein
Kleinbauernhaus, welches Fig. 133 darstellt. Der Rauch
entweicht bei Thür und Fenstern des Küchenraumes.
Vom Herde aus wird der Stubenofen geheizt. Oberhalb
der Wohnräume ist eine abschliessende Decke,
Die Verwahrung des Giebels gegen Schlagregen ıst
Reihen dicht gehängter Strohbüschel, wie dies Fig. 134
larstellt. Es betrifft ein Wohnhäuschen in Ladra,
nördlich Tolmein. Solche und ‚ähnliche Haustheile
— z. B. die sorgfältig umflochtenen Dachrandbalken,
eigentlich Dachrandstangen — haben in mir den Eindruck
jener Geschicklichkeit hervorgerufen, welche
man an den Bauten der. Naturvölker bewundert.
Vor Allem sieht man ihnen an, dass sie vom Hausbesitzer
selbst gemacht sind. Bezahlte Arbeit von
Fachleuten ist niemals so sorgfältig und zeitraubend
and kann es nicht sein.
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Fig. 133. Gabrje, Isonzothal.
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Fig. 132. Stallscheune ; Tornede und kleine Stallscheune einfachster
Form
vpemerkenswerth. Der First ist nämlich verlängert
and der Dachsaum ragt gegen oben hervor. Sehr
seltsam aber, und meines Wissens nur in dieser
Gegend üblich, ist der Schluss des Giebels, der Giebelwand,
nicht etwa mit Brettern oder einem Luft
Aurchlassenden Lattenzaun u. degl.. sondern dureh
Fig. 135 zeigt eine ehemalige Wohnung, jetzt
nothdürftig hergerichtetes Wirthschaftsgebäude. Es
ist ohne Zweifel das elendeste Einheitshaus Mittel-2uropas
gewesen, als es noch Wohnräume barg. In
3»inem ganz niedrigen Untergeschosse ist ein Stall.
Jessen Thüre unter der Stufenleiter sichtbar ist.
)berhalb reihen sich aneinander: Scheuer, Herdraum,
Schlafkammer. Die Küche hat nur die Thüröffnung,
lie Kammer blos ein Fensterchen. Der schwarze
7lecken über der Thüre verräth das alte Rauchhaus.
von der kleinen Bühne, welche auf einem Schweineställchen
aufruht, führt eine Leiter in den Dach-1oden.