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Italienischen keinen Sinn. Vielleicht ist’s ein Fremdwort
und stammt vom bajuvarischen Dialectworte
„Thürl“ oder „Thorl“ (kleines Thor) ab. Auffallend
ist die Uebereinstimmung der Anreihung der Gemächer
mit Fig. 120, 121. Es wäre zu untersuchen, ob die
Rollehütte eine vereinzelte.oder ob sie eine typische
Form und wo sie sonst noch in der Nachbarschaft
zu finden sel.
Fig. 123 zeigt die Ansicht einer benachbarten,
etwas abweichenden Sennerei. Bei diesen Hütten
sorgen Fugen und Löcher an den Wänden und Dachflächen
für den Rauchabzug. Meine Zeichnung gibt
Fig. 124 und 125 zeigen Bild und Grundriss
der „eimbrischen“ Doppel-Sennhütte des Asiago-Plateaus.
Bezüglich der Einzelheiten der Einrichtung
und der Wirthschaft vgl. „Globus“, Bd. LXV, Nr. 9,
1894. Auch hier füge ich ein besser charakterisirendes
Bild neu ein. — Der Rauch entweicht aus dem
„Wör-Hause“ (Feuer - Haus, dialeetische Form), wo
man Käse kocht und das Essen bereitet, ohne Hinderniss
nach oben und seitwärts. Der Herd ist rund
und nicht viel grösser als der Kessel. Blos die
Räume 4 und 6 haben Bodendecken. Oberhalb « ist
die Schlafstelle des Käsewächters. Die anderen vier
10* = 75 m
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Casell del latte
Fig. 122. Sennhütte, Rollepass,
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Cig, 123. Sennhütte, Rollepass.
nur einen unvollkommenen Begriff von dem liederlich-lockeren
Gefüge des überall klaffenden Blockbaues
and des zusammengewürfelten Legschindeldaches
welches nur vermöge seiner Schwersteine den bei sc
hoher Lage häufigen und heftigen Stürmen widerstehen
kann.
Das steile Strohdach der Lessinerhütte (Fig. 120
and 121) entspricht dem Gebrauche in den Dreizehngemeinden.
Dort, wie in den Setti Communi, ist
oder war das Strohdach einmal alleinherrschend.
Jedes Strohdach ist steil, Später ist man bei steilen
Dächern verblieben, auch als man mit Brettschindeln
deckte. Die Rollehütte mit ihrem Flachdache davegen
folgt der Bausitte der dortigen Gegend.
Räume haben den Dachraum ohne Boden unmittelbar
iber sich. Von dieser Doppelhütte gibt es in der
Jegend von S. Giacomo di Lusiana (Abdachung des
Yateaus gegen die Linie Tiene—Bassano) gemauerte
Vachbildungen.
Fig. 126 und 127 stellen die grosse Alm (Malga)
Oollinetta, Comm. di Baruzza, Prov. di Udine, unmittelbar
südlich vom Pleckenpasse, der von Mauthen
im Gailthale nach Oberitalien führt, dar. Aehnliches
steht auch auf der Österreichischen Seite. Umyebildetes,
aber typisch wohl Verwandtes zwischen
Misurinasee und Trecrocipass.
Die Ansiedlung besteht aus der „Casa princinale“
(Wohnhaus mit Käserei und Magazin), dann