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wollte ich diese Frage nur andeuten. Nicht unerwähnt
möchte ich aber lassen, dass im Germanischen Museum
zu Nürnberg unter Nr. 678, Saal XXXII, ein mongolischer
Bogen nebst einem zungenförmigen Schutzringe aus
Knochen und einer gravirten Schutzplatte, den unten
folgenden ähnlich, ebenfalls aus Knochen ausgestellt
ist. Der beiliegenden Zeichnung nach soll, so viel ich
mich bei der ungünstigen Aufstellung orientiren konnte,
der Ring zum Schutze der linken Hand vor dem Anschlage
der Sehne dienen, was aber nach dem Vorhergehenden
entschieden falsch ist. Der Verfasser des
Wegweisers spricht sich über die Zugehörigkeit der
Fig. 95,
Fire. 95—96.
betreffenden Gegenstände sehr vorsichtig aus. „Auch
der Handbogen fand noch Verwendung in Maximilians
Armee und die Armbrust ebenfalls, doch sind in
unserer Reihe keine solchen, die wir gerade der Zeit
Maximilians zutheilen müssten“, sagt er '); das Ganze
macht aber eher den Eindruck einer Trophäe. vielleicht
einem gefallenen Türken entnommen.
Schutzplatten.
Die grosse Kraft, mit der der Pfeil bei der mongolischen
Art des Spannens losgelassen wird. muss einen
1) Die kunst- und culturgeschichtlichen Sammlungen des
Germanischen Museums, Nürnberg, 1894. S. 51.
starken Rückschlag der Sehne zur Folge haben und
bei der Flachheit des mongolischen Bogens muss die
Sehne denselben treffen. Dadurch entsteht die Nothwendigkeit
eines Schutzes für die linke den Bogen
1altende Hand. Dieser besteht meistens in einer mehr
der minder grossen Platte, die auf dem Mittelhandznochen
des Daumens der linken Hand getragen und
ım das Handgelenk oder den Daumen befestigt wird,
Im Petersburger ethnographischen Museum befinden
sich drei solche Platten:
1. Tungusisch, Mitte des laufenden Jahrhunderts.
Eine knöcherne. gebogene, geometrisch ornamentirte
Schutzplatten.
Fie.
Platte In der Mitte der Längsseiten je zwei Löcher,
Jurch die ein Riemen, welcher zur Befestigung dient,
lurchgezogen ist.
2, Tungusisch, Ende des vorigen Jahrhunderts.
Eine ebensolche Platte aus Eisen oder Stahl, mehrfach
Jurchlocht ; wahrscheinlich ein gefundenes und weiter
verarbeitetes Metallstück. Der Riemen ist nicht ganz
in der Mitte durch je ein Loch an jeder Seite durchyezogen
und trägt 17 blaue (japanische?) Glasperlen
(Fig. 95).
3. Tchuktschische Schutzplatte ohne alle Ornamente
von im Allgemeinen derselben Form wie 1
und 2 (Fig. 96).