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Full Text : Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 15=25.1895

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Griechisch-Orientalischen (3:33%/, blonde, 109/, hellbraune);
 dagegen zählen die Mohamedaner weniger
braune (65°66%/,, Griechisch-Orientalische 68:14°/)
und besonders schwarze Haare (11‘32%/,, Griechisch-Orientalische
 18‘51%/,), so dass auch hier unter den
Mohamedanern mehr licht- und weniger dunkelhaarige
 Männer (76:98°/,) sich vorfinden, als unter
den Griechisch-Orientalischen (86:669/,). Die wenigen
Katholiken dieses Kreises blieben ihrer geringen Zahl
wegen ausser Betracht.
* Der Kreis Banjaluka hat keine Rothhaarigen
und unter den Katholiken die meisten Blonden (8:49/,),
Jenen übrigens die Mohamedaner (89%/;) ganz gleichen,
unter den Griechisch-Orientalischen (4'389/,) die wenigsten.
 Hellbraune Haare finden sich am öftesten unter
den Mohamedanern (26:34°/;), fast ebenso oft unteı
den Katholiken (24‘36%/), viel seltener unter den
Griechisch-Orientalischen (17:74%/,), welche hingegen
sowohl mit der Anzahl der braunen (60:12%/,), als
auch der schwarzen Haare (17:74°/,) die Mohamedaner
 (54:839/, braune, 10:75%/, schwarze) und Katholiken
 (54:620/, braune, 12°6%/, schwarze) überragen.
Obwohl die Mohamedaner, wie bisher in allen
Kreisen, weniger dunkel- (65°59%/,), aber mehr lichthaarige
 Männer unter sich haben als die Griechisch-Orientalischen
 (77:870°/, dunkle) und Katholiken
(67:220/,), stimmen sie doch in den einzelnen Haarfarben
 mit den letztgenannten nahezu überein.
Im Kreise Tuzla gibt es unter den Griechisch-Orientalischen
 die meisten Blonden (8'49%/,), wiewohl
nicht viel mehr als unter den Mohamedanern (6:8°/,),
unter den Katholiken (5‘46°/;) die wenigsten; diese
wieder haben die meisten Männer mit hellbraunem
Haare (28°41%/;), . bezüglich wessen Mohamedaner
(19:95%/,) und Griechisch - Orientalische (19119)
übereinstimmen. Braunes Haar überwiegt bei den
Mohamedanern (56:690/,) und ist bei den Katholiken
 (46:990/,) am mindesten vertreten, zwischen
welch’ beiden die Griechisch-Orientalischen (52:31%/,)
in der Mitte stehen; schwarzes Haar endlich haben
die Griechisch-Orientalischen (19:88%°/,) am Ööftesten,
ihnen zunächst die Katholiken (19:12%/,), die Mohamedaner
 (16°55%/,) am seltensten.
Lichtes Haar findet sich demnach am Öftesten
bei den Griechisch-Orientalischen (8:68%/,), weniger
bei den Mohamedanern (6:8%/,), am seltensten bei
den Katholiken (5:46%/,), dunkles am Ööftesten bei
den Mohamedanern (73:24%/;) und zunächst den
Griechisch-Orientalischen (72°20/,), am wenigsten be
den Katholiken (66°120/.). Dieser Kreis beanspruch

Jen anderen gegenüber hiemit eine Ausnahmsstellung
vücksichtlich der Haarfarben bei den Mohamedanern
und Griechisch-Orientalischen,
Unter den Mohamedanern gibt es also in den
Kreisen Sarajevo und Travnik die meisten Licht- und
wenigsten Dunkelhaarigen, umgekehrt in denen von
Mostar und Bihae die wenigsten Licht- und meisten
Dunkelhaarigen, während die meisten Männer hellraunen
 Haares im Kreise Banjaluka und Travnik,
lie wenigsten in jenen von Mostar und Bihac vorkommen.
 Die Mohamedaner sind daher im Norden
ınd äussersten Süden des Gebietes weit vorwiegend
Junkelhaarig, jedoch getrennt durch ein centrales
Gebiet (Kreise Sarajevo und Travnik) mit einer sehr
anschnlichen Menge lichthaariger Männer.
Auch bei den Griechisch-Orientalischen sind die
neisten lichten und wenigsten dunklen Haare im
Kreise Sarajevo, die wenigsten lichten und meisten
Junklen im Kreise Bihae€ und gleichfalls dieselbe
mittlere Zone mit mehr lichthaarigen als in den
1ördlichen und südlichen Kreisen; hellbraune Haare
sind seltener in den Kreisen Sarajevo, Travnik und
3ihac als in den übrigen, in dem von Tuzla am
häufigsten.
Die Katholiken zählen gleich den beiden anderen
Yonfessionen im Kreise Sarajevo die bei weitem
meisten, in dem von Mostar die wenigsten Lichtnaarigen,
 dafür an Dunkelhaarigen im ersteren die
wenigsten, im letzteren die meisten; auch ihre
Junkelhaarigen werden durch dieselbe Mittelzone mit
nehr. Lichthaarigen in eine nördliche und südliche
Gruppe getrennt.
So haben also alle drei Confessionen in den
Kreisen Sarajevo und Travnik die meisten licht- und
wenigsten dunkelhaarigen Individuen.
Krauses Haar ist die grösste Seltenheit, indem
ınter allen 3803 Männern nur sechs (0:15%/,) solches
9esitzen, und zwar vier Griechisch-Orientalische
'0:230/) und je ein Katholik (014%) und Mohamedaner
 (0:070/,); damit sind die Kraushaare viel
seltener als unter den Serbokroaten der adriatischen
Küstenländer (2:35%/,), den Deutschen Ober- (1:25%/)
ınd Niederösterreichs (2%°/,) und ebenso selten wie
in Salzburg (0:149/,).
Sie combiniren sich viermal mit schwarzer und
je einmal mit hellbrauner und blonder Haarfarbe.
Der Vollständigkeit halber sei angeführt, dass
Jlarunter je ein Mann blaue und. schwarze, je zwei
graue und braune Augen haben, mit Ausnahme eines
Index 810) alle anderen fünf brachyeephal (Indices
            
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