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schlungen von Laubzweigen Auf der vierten Tafel
ist eine weibliche Gestalt, an einem Butterfasse
stehend, dargestellt. Jede der Tafeln ist nach oben
durch eine herabhängende Guirlande abgeschlossen.
Das Mittelstück des grossen Models ist stufenförmig,
und zwar 3 cm tief ausgearbeitet. Dieses
Stück des Models ist bestimmt, dem hineinzustampfenden
Stück Butter als Abschluss einen thurmartigen
Aufsatz zu verleihen, der gewiss hübsch anzusehen
wäre. Das erste Blatt stellt die auf einer Erhöhung
stehende Himmelskönigin (Regina coeli) dar. Das
Haupt, welches in primitivster Weise nur durch eine
kreisrunde Vertiefung dargestellt ist und von dem
Strahlen ausgehen. trägt eine Krone. In der einen
ınd links vom Baume eine männliche Gestalt, die
n ein Horn bläst. Auf dem vierten Blatte ist eine
Jagdscene dargestellt. Ein Jäger zielt auf zwei über
hm auf einem Felsen stehende Gemsen. Zu seinen
Füssen sitzt ein Hase, der ein Männchen macht.
Blattzweige, die wahrscheinlich Gesträuch markiren
sollen, füllen die Fläche aus.
Nachdem ich die Gegenstände kurz beschrieben,
“ühle ich mich gezwungen, meine Ansicht darüber
auszusprechen, ob die Gegenstände auch dort anzefertigt
worden sind, wo ich sie gefunden, ob sie
Oberschützener oder in weiterem Sinne heanzischen
Ursprunges sind oder nicht. Ich glaube, mit Nein
antworten zu müssen. Oberschützen war bis vor
Fig. 234. Fin Buttermodel (1 : 4).
Hand hält die Himmelskönigin die Weltkugel mit
dem Kreuze und in der ausgestreckten Linken, die
im Abdrucke zur Rechten wird, eine herabhängende
Blume von der Gestalt einer Glockenblume oder Tulpe,
wahrscheinlich soll sie eine Lilie darstellen. Rechts
und links sind Blumenzweige angebracht und von
oben herab hängen Bogen, die jedenfalls die hängenden
Lappen eines Baldachins wiedergeben sollen. Das
gegenüberliegende Blatt ist durch eine wagrechte
Linie in zwei Felder getheilt. Im oberen findet sich
der Name Jesu eingeschnitzt, im unteren ein Herz
mit den Buchstaben T und C (oder G). Rechts und
links vom Herz steht die Jahreszahl 1817. Den Abschluss
nach unten bilden Blumenzweige. Auf dem
dritten Blatte steht in der Mitte ein Baum, rechts
davon eine weibliche Figur neben einem Rutterfasse
venigen, etwa 20 Jahren rein protestantisch, zu
Anfang des Jahrunderts, aus welcher Zeit die beiden
Model stammen, also auch. Wären die Gegenstände
in Oberschützen, also von einem Protestanten anzefertigt
worden, so wäre auf beiden der Name Jesu
zanz gewiss weggeblieben, denn in protestantischen
Gegenden kennt man bekanntlich die übliche Verbindung
der Buchstaben J. H. S. entweder nicht oder
wenn doch, so weiss man, dass sich der Katholik
derselben vornehmlich dazu bedient, um sich als
Katholiken zu offenbaren. Oberschützener Ursprunges
sind also die Buttermodel gewiss nicht. Ich halte
lafür, dass sie auch nicht heanzischen Ursprunges
sind, sondern meine, sie dürften aus einem der Alpenländer,
aus Steiermark, Salzburg oder Kärnten, einyeführt
worden sein. aus einer Gegend nämlich, wo