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„t’' Hack’1“ = die kleinen Hacken;
„s Hänthack’l“ = die. Handhacke;
„ti Paisszäng’“ = die Zange;
„8 Steimmais’n“ — das Stemmeisen;
„t’ Sä‘“!) und „’s Sag’1“ == die Säge und kleine Säge:
„ta Päara‘“ oder „Awinga‘“ = der Bohrer.
Im Kitting finden wir ferner auch die schon oben
erwähnten zwei Gegenstände. von denen ich gesagt
scher“ oder „friesischer“ Kerbschnitt rechtfertigen
könnte.
Die beiden Gegenstände, von denen ich sprechen
will, sind das Rollbrett und der Buttermodel.
Das Rollbrett findet in kleineren Haushaltungen,
in denen eine grosse Wäscherolle nicht angeschafft
oder untergebracht werden kann, zum Rollen der
Wäsche Anwendung. Es ist ein 2-—3 em starkes
“ig. 230. Ein Rollbrett (1 : 6).
habe, dass es Öbjecte sind, die mit Vorliebe durch
jene Art von Schnitzerei verziert werden, die man,
da dieselbe, wie hiedurch festgestellt werden wird,
auch in Ungarn, also bereits verhältnissmässig tief
im Süden findet, fälschlich den nordischen oder,
noch enger begrenzt, den friesischen Kerbschnitt
nennt. Der Kerbschnitt ist, wie aus den Abbildungen
der nun zu beschreibenden Gegenstände ersehen
werden kann. in Ungarn ebenso daheim wie in Fries-Brett
aus hartem Holze (Buchen-, Eichen-, Birnenoder
Zwetschkenholz) und läuft in einen Stiel, der
als Handhabe dient, aus. Beim Rollen wird eine
Walze, die zum Auswalken des Teiges dient („Nudlwälga‘“),
mit Wäsche umwickelt und mittelst des
Rollbrettes, das mit beiden Händen stark daraufgedrückt
wird, hin- und hergerollt.
Herr BersnarDdD Mindser, Fachlehrer für Thonindustrie
in Stoob bei Ober-Pullendorf (Oedenburger
Wie, 231. Fin Rollbrett (1 : 7.
land. Die Bezeichnung „nordischer“ oder „friesischer“
Kerbschnitt könnte also füglich wohl aufgegeben
werden, umsomehr, als die Abbildungen nachweisen,
dass sich die nordischen Kerbschnittarbeiten (etwas
Anderes ist der nordische Drachenschnitt, den ich
hier nicht berühre) in nichts unterscheiden, was zu
einer Sonderstellung der Arbeiten aus dem Norden
Veranlassung geben und die Bezeichnungen .nordi-1)
Der Heanze sagt auch: „sä° eam’s“ (sag’ ihm’s), „schlä
zui“ (schlag’ zu), „gi“ hea‘“ (gib her), ferner „ea“ gip‘, nimp‘,
Schraip‘, 18ip‘“ (er gibt, nimmt, schreibt, lebt), während man
in der Gegend Oedenburgs: „Säg. säg eam’s, schläg zui, gib
162°“ und „ea“ gipt, nimpt, schraipt, l&ipt“ spricht.
Mittheilnngen d. Anthron. Gesellsch. in Wien: Bl. XXVY. 1895
Comitat), theilt mir mit, dass früher das Rollbrett
3ın Ausstattungsstück der Braut bildete. Es wurde
ler Braut von ihrer Mutter mit dem Bedeuten überzeben,
mittelst desselben die Wäsche stets blank
ınd glatt zu erhalten.
Das erste beschnitzte Rollbrett, das mir in die
Jand kam, erhielt ich von einer alten Frau, Namens
Juliana Horväth, in Oedenburg. Sie stammt aus
Deutsch-Schützen (Nemet-Lövö im Oedenburger Comitate),
welcher Ort heute ganz magyarisch ist, aber
vor 100 Jahren noch deutsch gewesen sein soll. Auf
lem Rollbrette, das sich in Fig. 230 abgebildet findet,
stehen in dem schmalen Felde zwischen den beiden
x“