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zweiter Haken angeschmiedet. Man konnte dann den
Rost höher oder tiefer hängen,
Der Kienleuchtenrost: aus dem Hause des Michael
Kurz, Nr. 147, den ich unter Fig. 210 wiedergebe,
hat Tassenform und trägt auf der Tasse einen kleinen
Rost zum Auflegen der Kienstücke '). Die Tasse selbst
ist von Löchern durchbohrt, die der Luft den Durchzug
ermöglichen. Der Kienleuchtenrost Fig. 211
zeigt die Form eines umgestürzten Tellers: auch ist
in Gestalt eines Rostes eine Unterlage für die Kienman
diese auf den Rost nietete. Es sah sich dies
zwar nicht schön an, doch gab mir diese eigenthümliche
Art der Ausbesserung eines werthlos gewordenen
Gegenstandes durch ein ebenfalls werthlos gewordenes
Ding einen neuen Beweis für die Sparsamkeit des
Heanzen. Den vierten Rost, den ich aus Oberschützen
arhielt, bekam ich aus dem Hause der Bäuerin Rosina
Jany, Nr. 113, Fig. 212 gibt sein Bild. .
Es lässt sich denken, dass das Heizen unter der
hölzernen Kienleuchte der starken Russbildung wegen
Van
er
Fig. 210. „Kienleuchtenrost“ aus dem Hause Nr. 147 in
Oberschützen (1 - 5).
stücke angebracht. Der Rost stammt aus dem Hause
Posch, Nr. 20, in Oberschützen. Dieser Rost und eir
anderer aus dem Hause des Johann Amtmann, Nr. 139,
in ÖOberschützen, befinden sich jetzt im Besitze des
k. k. Hofmuseums in Wien, Der letztere war bereits
sehadhaft geworden und wurde durch eine unbrauchbar
gewordene Haue dadurch ausgebessert. dass
1) Zum Beleuchten der Zimmer wurden nicht, wie in
den Alpenländern, lange gespaltene Fichtenspäne gebraucht.
sondern kleine Splitter von äusserst harzigem Wurzelholze
der Föhre („Keafipreik’1“).
Fig. 211. „Kienleuchtenrost“ aus dem Hause Nr. 20 in
Oherschützen (1: 5).
ein sehr feuergefährliches Unternehmen war. Die
Kienleuchte musste darum sehr fleissig gekehrt werden.
Der Ortsvorstand („Richter“) und ein „Geschworner“
machten allwöchentlich einmal die Runde im Dorfe,
um Controle zu üben. Säumige wurden strenge bestraft.
Zum Kehren der Kienleuchte bediente man sich eines
Besens, dessen Stiel aus zwei Stücken bestand, die an
den Enden mittelst einer Schnur verbunden waren und
zusammen die Länge von etwas über 5m ergaben.
Der Stiel musste aus zwei Theilen bestehen, um den
langen Apparat, den man das „Keanlaicht’nstang’l“