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stellen liessen; dafür fanden sich hier einige durch
Feuer sehr zerstörte Stücke, namentlich vom Rande
eines grossen Gefässes, welche zu _förmlichen
Schlacken zusammengebacken waren.
Ein anderes Kesselgrab, welches in der südlicher
Ecke zwischen dem Hauptgebäude der Kunstausstellung
und dessem Anbaue situirt war, enthielt.
Ein sehr schönes Gefäss (Fig. 12) von dunkelgraueı
Farbe. Dasselbe ist geglättet, auf der Ausbauchung mit fingerbreiten,
vom Halse herablaufenden Wülsten verziert, Auf deı
Ausbauchung ist es kreuzweise mit zwei Henkeln und zwe
Jlänglichen, vorstehenden Ansätzen versehen. Diese letzterer
sind ihrer Länge nach durchlöchert und ziehen sich von den:
selben eingedrückte Streifen über die Gefässwand herab zum
Boden. Auch der Rand des ausgehöhlten Bodens ist mit zwei
Einen schwarz geglätteten N ap f mit einem Henkel (Fig. 16).
Höhe 7, Durchmesser am Rande 11, am Boden 5 cm,
Eine graue, geglättete Schüssel (Fig. 17). Höhe 11:5.
Durchmesser am Rande 23, am Boden 55 cm.
Ein tiefes, grau geglättetes Gefäss (Fig. 18). Höhe 18,
Durchmesser am Rande 18, am Boden 9 cm.
Eine Flachschüssel (Fig. 19). Dieselbe ist auf der
Aussenseite roh gearbeitet und von grauer Farbe, innen aber
schwarz geglättet. Der Rand derselben ist geschweift und der
doden nach innen etwas erhaben. Höhe 5, Durchmesser am
nande 27, am Boden 6 cm.
Ein Gefäss von lichtrothbrauner Farbe (Fig. 20). Dasselbe
ist auf dem Gefässkörper unterhalb des Halses quer
and auf der Ausbauchung der Länge nach zum Boden herab
mit fingerbreiten Streifen verziert. Höhe 16, Durchmesser
an der Mündung 18‘5. am Boden 6°8 cm.
Kıg. 15. Fig. 14. Fig. 15, 48. Fig. 14.
Napf (1/, nat. Gr.) Henkelnapf (1!/, nat. Gr.). Napf (1/, nat. Gr.). Henkelnapf (1!/. nat. Gr.), Schüssel (1/,. nat. Gr.)
Fig. 18, . Fig. 20 Fig. 21.
Tiefes Gefäss.(1/,, nat. Gr.). Flachschüssel (!/; nat, Gr.). Verziertes Gefäss (1/; nat. Gr.) Urne (!/,, nat. Gr.).
Thongefässe aus den Kesselgzräbern von Vorder-Ovenec.
Vi
Lea
Löchern versehen, Höhe 15, Durchmesser an der Mündung 75,
am Boden 5°5 cm.
Dieses Gefäss stand in dem Grabe und war mit einer
länglichen Sandsteinplatte bedeckt, durch die Last derselben
und des Erdreiches gebrochen und etwas eingedrückt. Als
es herausgehoben wurde, fiei es auseinander und aus seinem
Inneren rollten mehrere Bruchstücke von einer zerbrochenen
Bronzesichel und von Bronze-Rohguss heraus. Das Gefäss
liess sich gut zusammenfügen und ist dasselbe sammt seinem
Inhalte im städtischen Museum wohl aufbewahrt (Nr. 6180
bis 6182).
Von sonstigen Thongefässen, welche aus den
anderen Kesselgräbern herrühren und sich ganz oder
zum grössten Theile zusammenfügen liessen, verzeichne
ich:
Einen schwarz geglätteten N apf (Fig. 13). Höhe 5, Durchmesser
am Rande 11, am Boden 2:5 cm.
Einen Napf mit einem hinaufgebogenen Henkel (Fig. 14).
Derselbe ist ebenfalls schwarz geglättet, Höhe 5:6, Durchmesser
am Rande 12, am Boden 2 cm.
Einen Napf von graubrauner Farbe (Fig. 15). Höhe 6.
Durchmesser am Rande 7. am Boden 3 em.
Eine Urne von schmutzig röthlichgelber Farbe (Fig. 21).
Dieselbe ist, ähnlich wie beim vorigen Gefässe, mit fingerbreiten
Streifen verziert; der flache Rand ist gekerbt. Höhe 38,
Durchmesser an der Mündung 29, am Boden circa 15 cm.
Ein vom Halse an nach unten gestreiftes Gefäss mit
zwei Henkeln. Dasselbe ist von schmutziggrauer Farbe und
sehr ähnlich jenem, welches bei dem Skelete II (Fig. 36) gefunden
wurde, ist aber etwas kleiner. Höhe 17, Dnrchmesser
am Rande 15, am Boden 7 cm,
In einem Grabe, welches in den Parkanlagen vor dem
Gebäude der retrospectiven Ausstellung geöffnet wurde, be-“and
sich (ausser verschiedenen Scherben) auch ein Bruchstück
von einer Schüssel, welche die Form und Grösse des
unter Fig. 17 abgebildeten Stückes hatte; dieselbe ist jedoch
mit einem Henkel versehen, von grauer Farbe und geglättet.
Verzierte Gefässe kamen auf dieser Gräberstätte sehr
sporadisch vor. Ausser wenigen Scherben kann ich blos zwei
Bruchstücke von Näpfen (Fig. 22 und 23) verzeichnen,
Der erste Napf (Fig. 22) ist braun und war geglättet,
scheint aber durch Feuer gelitten zu haben. Die Verzierung
besteht in mit Furchen gestreiften Flächen, welche durch
:parrenförmige Zacken von einander abgetheilt erscheinen.