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A.
depuis l'introduction des metaux zu überreichen.
Es ist das erste Exemplar der ersten Abtheilung des
Albums, das eben in diesen Tagen zur Vollendung gereift
ist; in einigen Monaten will ich mit dem Texte
fertig werden.
Ich glaubte, dass es vielleicht den Kongress inbteressiren
könnte, dieses Album kennen zu lernen. Es
ist eine Arbeit, womit ich seit 1876 beschäftigt bin,
und die Ausgabe ist nur dadurch ermöglicht worden,
dass ein schwedischer Herr Namens Wilson, der jetzt
gestorben ist, eine sehr grosse Summe zur Verfügung
gestellt hat; einige schwedische Institutionen, wie z. B.
die Regierung und die k. Akademie für Archäologie
und Alterthumskunde haben auch beigetragen. In
diesem Album habe ich das Material aus der prähistorischen
und protohistorischen Zeit Italiens zu:
sammengestellt. Dieses Material ist ausserordentlich
umfangreich und es war bis jetzt sehr schwer, es näher
kennen zu lernen, weil die Sachen selbst in einer. Unmenge
von Sammlungen zerstreut liegen und ein zu:
sammenfassendes Werk bis jetzt nicht existirt,
Diese erste Abtheilung enthält zuerst eine typoıogische
Darstellung der italienischen Fibeln, weil die
Fibeln als „Leitmuscheln“ für die spätere Zeitbestimmung
dienen können; die zweite Serie bietet eine Zu-3ammenstellung
aller wichtigeren Funde, die man in
Italien gemacht hat, hier nur aus Norditalien. Ich
fange mit der Kupferzeit an — wie bekannt hat man
ja in Italien sogar einige Gräber aus jener Zeit ge:
funden —; und so gehe ich allmählich bis in die gal
lische Periode. Das Werk umfasst die Zeit von ungefähr
2000 v. Chr. bis zum letzten Jahrhundert v. Chr.
Die Tafeln sind so arrangirt, dass man leicht sehen
kann, aus welcher Gegend und aus welcher Periode
die abgebildeten Gegenstände stammen und wie sie
gefunden worden sind, ob in Terramaren, in anderen
Pfahlbauten, in Gräbern oder in Depotfunden.
Vorsitzender Herr Virchow- Berlin:
Ich darf wohl sagen, dass wir Herrn Montelius
nicht bloss zu Dank verpflichtet sind, sondern es auch
als eine besondere Ehre empfinden, dass er uns gerade
dieses erste Exemplar vorgelegt hat. Wir werden uns
bemühen, möglichst die Vertheidiger und Vertreter
der Richtung zu sein, die er so mühevoll gegründet hat,
Herr Franz Fiala, Custosadjunkt, Sarajevo:
Ueber einiges Neue vom Glasinac.
Vor fünf Jaren hatte mein Amtskollege Dr. Truhelka
gelegentlich der ersten gemeinsamen Versammlung
der Deutschen und Wiener anthropologischen Gesellschaft
in Wien die Ehre, über die Erfolge der ersten
systematischen Ausgrabungen am Glasinac zu berichten.
Die Arbeiten wurden inzwischen in erhöhtem Massstabe
fortgesetzt; die Zahl der ausgegrabenen Tumuli
ist auf 1000 gewachsen und die Fundobjekte aus den
Tumuli betragen heute circa 5000 Stücke. Auf die,
bei den Ausgrabungen gewonnenen Erfahrungen, sowie
auf das neue Materiale gestützt, erlaubt sich der
Referent, einiges Neue und zugleich Berichtigende
über diese interessanten Nekropolen einer illustren
Versammlung zur Kenntniss zu bringen.
Für Diejenigen, welchen die Literatur über dieser
Kapitel bisher nicht zugänglich war, will ich einiges
über das Vorkommen von Tumuli im Occupationsgebiete
vorangehen lassen.
Mit Ausnahme des nördlichen Bosniens sind die-3elben
fast überall, wenn auch in variirender Anzahl.
m Gebiete zu finden, In ungeheuerer Menge kommen
lieselben in Mittelbosnien und zwar im Bezirke von
Detrovac und in der Expositur Dolnji Unac, ferners in
Südbosnien im Bezirke Rogatiea und in der Hercegorina
vor. Die Hügelgräber des letztgenannten Landes
nergen jedoch keine Bestattungen aus der älteren
Zisenzeit, sondern zumeist Bestattungen in Steinkisten,
leren relatives Alter in Folge der geringen Beigaben,
Scherben von Freihandgefässen, heute noch nicht mit
Sicherheit konstatirt werden kann.
Der Glasinac bildet die östliche Abfallstufe der
Ärca 26 Kilometer nordöstlich von Sarajevo gelegenen
iomanjaplanina. Das circa 950 m hoch gelegene Plaeau
„Glasinac“ mit den gegen dasselbe abfallenden
Tügelzügen repräsentirt gewissermassen das Zentrum
les Vorkommens der Tumuli im Bezirke von Rogatica,
laher auch der Name „Glasinae“ als Sammelname für
die Tumuli des genannten Bezirkes figurirt.
Die Hügelgräber sind in der Regel in mehr oder
veniger dicht geschlossenen Nekropolen um Ringwälle
Wallburgen) situirt.
Mit Vorliebe erscheinen Hügel mit freier Aussicht
n der nächsten Nähe der Wallburgen zur Anlage gevählt.
Die Form der Tumuli ist die eines abgestutzten
{egels mit eliptischer oder kreisförmiger Basis: die
Jurchmesser varliren zwischen 3 und 15 m, die Höhen
;wischen 0,3—4 m. In wenigen Fällen wurden auch
Yurchmesser von 18, 22 und 30 m beobachtet. Dem
Materiale nach bestehen die Gräber aus Bruch- und
Klaubstein, mit geringen Beimischungen von Erde.
eine Erdtumuli kommen äusserst selten vor.
Interessant ist das Vorkommen von Tumuli in
Ringwallform; die Beisetzungen sind bei solchen immer
unter dem Walle und nicht im freien Innenraume
zu finden.
Beachtenswerth sind tumuliartige Hügel, die jeloch
nur abgewitterte Schichtenköpfe des Triaskalkes
vorstellen; beim Abgraben derselben findet man immer
lie Reste des Schichtenkopfes als massiven, anstehenden
Fels.
Der Durchmesser solcher Hügel beträgt nie über
5m, die Höhe nicht über 1m. Ich habe diese Art
von Hügeln „geologische Tumuli“ benannt. Sie entaalten
nur in äusserst seltenen Fällen Beisetzungen:
Für Tumuli mit krater- oder brunnenförmig eingesunkenem
Scheitel habe ich. darin die Erklärung ge-Funden,
das solche auf Karstmulden oder Karsttrichtern
ıngelegt waren und durch die Wirkung der Meteorwässer
ein theilweises Nachstürzen stattgefunden hat.
Die Beisetzungen bestehen aus Skeleten oder Lei-‚henbrand;
manchmal kommen in einem Tumulus
yeide Bestattungsarten neben einander vor. Unter
lem mir bis dato zur Verfügung stehenden Materiale
1abe ich die Prozentzahl für Tumuli mit unverbrannten
Beisetzungen mit 60 Proz., für solche mit Brandbestattungen
mit 30 Proz, und endlich für jene mit beilen
Bestattungsarten neben einander mit 10 Proz. ermittelt.
Die Beisetzungen, ob Brand, ob Skelet, liegen in
der Regel auf dem gewachsenen Naturboden. Bei
zinigen Massengräbern konnte ich Beisetzungen in verıchiedenen
Niveaus beobachten; aber wohlbemerkt. die
Beigaben aller Beisetzungen gehörten dann der gleichen
Stilrichtung an, so dass von Nachbestattungen aus
;päteren Perioden nicht die Rede sein kann. Ich halte
solche Gräber für Sippengräber. —
Die Hauptmenge der Hügelgräber gehört der äl-;eren
Eisenzeit an. Nebenbei kommen jedoch auch
Fumuli der jüngeren Bronzezeit, der La Tene-Periode,