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von Feldsteinen, auch Platten aufweisen. Die Gräber
liegen alle unter dem Niveau der Ackerkrume (im
Ziegelthon), die hier kaum 30 cm Tiefe erreicht.
I. Gräber mit sitzenden Hockern.
Im Jahre 1884 stiessen die Arbeiter auf ein
kesselförmiges Grab von 1 m Tiefe und 0:80 m Durchmesser
(Fig. 102). Dasselbe war mit Holzasche, Holzkohlenstücken
nebst Erde ausgefüllt, worin der Hocker,
gegen Süden gewandt, sass, und zwar sehr stark
zusammengedrückt. Die Knochen waren sehr vermorscht.
schlecht erhalten. so dass sich auch deı
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Der Form und Ausführung nach entspricht dieser
prachtvolle Hammer, der tadellos erhalten ist, einer
vollendeten Technik.
Einige Meter von diesem Grabe wurde beim
„Stürzen“ des Lehmes das zweite Hockergrab gestreift
und sorgfältig ausgegraben.
Die Form ist wiederum, wie beim vorigen Grabe,
kesselartig. Tiefe 1m, grösster Durchmesser 0:75 m.
Das Grab, mit Asche und Erde ausgefüllt, enthielt
nebst drei kleinen Beigefässen die zarten, beinahe
vollständig vermoderten Knochen eines Kindes. Vom
Schädel war fast gar nichts vorhanden. Auch konnte
die Richtung, nach welcher hin sich der Oberkörper
neigte, nicht sichergestellt werden.
Die Todtengefässe bestanden aus zwei gehenkelten,
kleinen, topfförmigen Urnen (Fig. 104, 105) und einer
kleinen Schüssel (Fig. 106), gute Knetarbeit aus grauem
Thon. Diese niedlichen Formen wählte man offenbar
entsprechend dem zarten Alter des beerdigten Kindes,
Fig. 103. Steinhammer aus Serpentin. (?/, nat. Gr.)
Fig. 102. Kesselförmiges Grab eines „sitzenden“ Hockers.
ganz zerquetschte Schädel nicht conserviren liess,
Gefässe oder Scherben waren in diesem Grabe nicht
enthalten, dagegen fand man unter den Skeletresten
auf der Sohle des Grabes einen prachtvollen Steinhammer
(Fig. 103) aus Serpentin mit Schaftloch *).
Das einseitig konisch gebohrte Schaftloch befindet
sich genau in der Mitte zwischen Bahn und Schneide.
Der Hammer ist polirt, hat eine nahezu kreisförmige,
Aache Bahn, die Schneide ist querstehend und beiderseits
stark zugeschliffen. Zu beiden Seiten des
Schaftloches ist das Stück ‘schwach verdickt.
Länge — 15 cm.
1 In: „FievIER, L’homme primitif“ finden wir unter
Fig. 182, 183 „Marteau-hache en serpentin des habitations
Jacustres de la Suisse“ einen unserer Figur ganz gleichen abzebildet,
Mittheilungen d. Anthrop. Gesellsch. in Wien. Bd. XXIV. 1894.
das wohl kaum das 10. Lebensjahr erreicht haben
mag. Die grössere Urne (Fig. 105) hat einen massiven,
breiten Henkel, der mit dem Rande verbunden ist,
währenddie kleinere Urne (Fig. 104) ohne ausgebreiteten
Rand eine kugelige Form besitzt und an ihrem
veitesten Umfange einen kleinen, horizontal gestellten
Henkel hat, der abgebrochen ist. Das kleine
Schüsselchen (Fig. 106) ist massiv geknetet, war
aber nur als Fragment beigegeben worden. Diese
Grabgefässe standen in der Beckengegend nebensinander,
wahrscheinlich auf einer Seite des Skeletes.
Ein drittes Grab von derselben Gestalt und ebensolchen
Maassen enthielt sehr verwitterte Knochen und
nahe der Sohle standen zwei Grabgefässe (Fig. 107, 108):
eine grosse Urne (Lobositzer Typus) mit horizontalem
massiven Henkel ?), gute Knetarbeit aus grauem Thon,
an der grössten Ausweitung abgekantet, stand neben
ainer flachen Schüssel aus demselben Materiale, mit
1) Diese Grabgefässe mit horizontal gestelltem massiven
Henkel, die immer einer Form entsprechen und nie ornanentirt
sind, fand ich zuerst hier in Lobositz und Gross-5zernosek
in neolithischen Gräbern und bezeichne ich sie als
Lobositzer Typus“