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gebenen Momente. Später entfällt die Aufmerksamkeit
für die ganze Absicht, man denkt nicht mehr dem
Namen nach, Inmitten eines davon fernen Gedankenganges
taucht aber durch Associationshilfen, die unteı
der Schwelle gewirkt haben, der Name wieder auf,
Alle bisherigen Exemplificationen des plastischanatomisch
vorangestellten Associationsmechanismus
vermittelten nur Wiederholungen von Associationsvorgängen
in ihren schon mit dem Eintritte in das
Bewusstsein eingegangenen Gruppirungen, Erinnerungsbilder
von noch früheren Wahrnehmungsbildern, worin
allerdings kein Gehirn vollzählig zu sein vermag, ein
gut organisirtes aber schon grösseren Reichthum en.-faltet
als ein schlechteres. Das gut organisirte
Gehirn vermag aber neue Verbindungen zu
gestalten, Rindenbilder, die vorher nicht
für dieses, etwa auch für noch kein Gehirn
bestanden, neu entstehen zu lassen. Aehnliches
geht auch in keineswegs vorzüglichem Gehirne
schon vor sich, Wenn die Aufmerksamkeit eines
Menschen erschöpft wird, wenn der Schlaf einen in
einer redenden Versammlung Anwesenden überkommt,
wenn die Vorgänge unter der Schwelle durch die Intensitätsschwäche
derer über der Schwelle ihnen nicht
mehr durch kräftige Wirkung der Gewebsattraction
nachstehen, so fühlt der etwa mühsam sich Wacherhaltende
sich beschäftigt durch unklare, aber genügend
hell erscheinende Gedankenfragmente, deren
Inhalt er gar nicht inne werden kann, associative
Beziehungen ohne Gehalt, durch kein Band welcher
Association klar in das Bewusstsein zu heben, weil sie
offenbar nur intensitätsschwache, vielleicht sehr mittelbare
Anknüpfungen an schon bestehende, sich reproducirende
Associationen haben, Bilder, die fortwährend
im Verschwinden, aber hell, weil der Schwelle
des Bewusstseins nahe erscheinen, sobald aber Rindenbilder
wirklich zur Aufmerksamkeit gelangen, verscheucht
werden, dabei ganz räthselhaft und unerklärt
erscheinen, aber mit dem Anscheine von etwas Wohlbekanntem,
schon vielfach Wiederholtem, was sich
vielleicht nur allgemein auf den ganzen Zustand beziehen
mag. Der Wechsel, die Vielseitigkeit dieser
Anklänge verhalten sich so, als würde mit dem Abklingen
der Aufmerksamkeit und unter einem nur ungenügenden
Masse von Erregung durch die schlafoehindernden
Momente den Erregungen aller oder vieler
Rindenstellen von jedem örtlichen Ausgangspunkte der
Rindenbilder ein unter der Schwelle des Bewusstseins
stehender, frei werdender Kraftzuwachs ertheilt, abeı
gleichsam dunklen Ursprunges und unfruchtbar ohne
Ausgangspunkt von klaren Erinnerungsbildern her und
ohne Begrürdung von neuen Erinnerungsbildern, Halhiraumzustände.
Es ist nicht richtig, wenn HErsArt sagt: Die Vorstellungen
streben einander zu verdrängen; dies gilt
blos für das Verhältniss der Intensität, die wir Aufmerksamkeit
nennen, oder der Erregungsphase über der
Schwelle gegenüber den jeweiligen Vorgängen unter
der Schwelle. Es wäre richtiger, zu sagen, die Vorstellungen
oder Rindenbilder streben sich zu verbinden,
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ınd zwar die schon zusammengeordneten, die wir Ernnerungsbilder
nennen, mit solchen, die es noch nicht
sind, die mit ihnen zu neuen Complexen von Rindenildern
werden. Dieses Zielen nach Verbindungen
beruht eben auf der allgemeinen anatomischen Verbinlung
der Rindenstellen durch die allörtlichen guirlandenırtigen
Bogenbündel der Association und einer
ıllgemeinen Diffusion der Ernährungsattraction längs
lieser Zusammenhänge der Gehirnrinde,
In dieser Diffusion liegt die Möglichkeit neuer
Verbindungen, alle Rindenbilder zielen gleichsam aufinander,
ohne sich zu verbinden, sie bekommen auch
zinen Vorrath nutritiver Kraft, der aber gemeinhin zu
‚chwach ist für eine Production von Verbindungen,
Ein Associationsbündel ist gleichsam nutritiv arnirt,
wenn die zwei mit seinen Enden verbundenen
KAraftquellen von Zellen ihre Innervation in ihm verinigen,
Wenn ich mich. noch weiterhin schematisch
yusdrücke, so läuft das Associationsspiel der Gedankenzänge
in mit einander verbundenen Guirlanden, in
zeihen, in Associationsketten ab. Sind zwei Rindenstellen
ıilcht direct mit einander associirt, weil ihre Eindrücke
nicht zu einander in Relation treten, so können sie
mittelbar associirt werden, indem eine dritte Rindenstelle
mit beiden zusammenhängt und die beiden durch
ie mittelbar auch unter einander, dadurch ist eine
aeue Verbindung der Rindenbilder geschaffen, Die
ZÄrinnerungsbilder haben einen Zuwachs
lurch neue Verbindungen von Rindenbillern
gewonnen, das Associationsspiel ist
zschöpferisch in starken, durch Reichthum des
3aues auserlesenen Gehirnen. Gesetzmässig muss auch
lie Leistung unter der Schwelle sein und keimen in
lieser Gesetzmässigkeit Schlussbildungen, so wird das
liffuse Aufeinanderzielen der Rindenbilder auch solche
zu Stande bringen, Sie werden den Charakter der un-5ewussten
Production an sich tragen, welche man dem
zenialen Schaffen zuschreibt, weil ihre Bildung unter
ler Schwelle des Bewusstseins angeknüpft wird, so
<raftvoll eine auserlesene Ernährungsattraction sie
uch über dieselbe erheben mag. Die Höhe der Gehirneistung
zeigt sich darin, dass auch die Vorgänge
ınter der Schwelle genug Intensität gewinnen, um im
Bewusstsein aufzutauchen und zusammengesetzte An-»rdnungen
zu gewinnen, Alle Verbindungen von in-‚ellectuellem
Werthe erfordern, dass dem subjectiven
Bezuge der Eindrücke durch die Association im Geairne
auch ein Band der Dinge ausser dem Geıirne
parallel geht. Dies begreift sich daraus, dass in
etzter Linie alle Rindenbilder und ihre näheren Verbindungen
Abkömmlinge der Wahrnehmung und auch
ıhre entfernten Abkömmlinge als sogenannte Parallelschlüsse
mit der Aussenwelt zusammenhängen. Dies
’edingt die Wirklichkeit, die Wahrheit, welche den
Associationen der Rindenbilder zukommt, die Deckung
der Gesetzmässigkeit der Dinge mit ihrer Zusammenfügung
in einem neuen Bewusstseinsbilde. Ein solches,
eine Erfindung, eine Entdeckung muss sich bewähren,
sie darf kein lehrer Wahn sein, Auch der künstlerische
Gehalt neuer Rindenbilder muss sich in einer Analogie