— 145
Nr. 49, „Lambauer“. Auf dem „Unterzug“ von B, der
quer durch Küche und Stube geht und aussen etwas
hervorragt, steht die Zahl 1617 und daneben die
einfache sechseckige Rosette (Fig. 78). Die Thüren
von D und E sind nur etwa 160cm hoch, die
Fenster des Obergeschosses haben theilweise nur
eine Spanne im Gevierte. Die Hausfrau behauptete,
Jass ehemals auch die anderen Fenster nicht grösseı
die Holzteller (Fig. 81) gesteckt werden, sowie
ein dreispeichiges, fest gearbeitetes Sterzkreuz
(Fig. 82).
Auf dem Wege von Mürzzuschlag nach Capellen
besuchten wir mehrere Gehöfte, Das Haus Nr. 8,
Gemeinde Gans, stammt aus dem Jahre 1705. Es
zeigt den Grundriss des Ausseer Kreuzhauses (Fig. 83),
das Küchengeräthe zeigt Pfannen mit drei Beinen.
RL ER ea ARE ana nan ana IR enmen nenn ner
» Grautschenhof Nr
BB
>
u
ra DUO .
‚ “ ' |
' 7 ER
.
1
\
mark TS a
ba Wa
—
——_—
"ie, 75. Plan desselben Hauses,
'
AT
R
%. ua
Fig. 76. Haus in Langenwang, Gemeinde Lechen Nr, 49
waren. B ist die Küche; jetzt ist sie etwas in den
Flur herausgerückt (gestrichelte Linie), wodurch
hinter ihr eine schmale Kammer‘ gewonnen ist.
c ist der Waschkessel, H der Sparherd. Das Holzgestell
des Ofens heisst auch hier „Ofenglana“. Im
Obergeschosse sind links die Vorrathsräume, rechts
die Wohnstätten der Mägde. Gegenüber dem Hause
steht die Scheune (Fig. 79). Vom Hausgeräthe
interessirten uns ein „.Tellerkorb“ (Fig. 80). worin
A.
Mes
bennnn-„9?
Fig, 77. Plan desselben Hauses.
In der Nähe steht ein Gehöft, dessen Scheune uns
interessirte (Fig. 84).
In der Nähe von Krieglach liegt der kleine Ort
Fressnitz. Baumeister ScnLorr hatte uns denselben
sehr an’s Herz gelegt, weil es dort alte Häuser
xäbe. Wir beschreiben nur Weniges.
= Fressnitz Nr. 62, vom Jahre 1744 (vgl. Fig. 85
and 86). Wir haben hier ein hölzernes Durchgangs-Zeitenflurhaus
vor uns. Der Flur wurde „d’Labn“