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Eine besonders interessante Entwicklungsserie
inden wir an den beiden Hauptseiten des Endknaufes
einer „Paddel“ im Wiener Museum (Inv.-Nr.
9770). Auf der einen Seite (Fig. 38) haben wir
zu oberst eine Reihe von fünf Figuren, deren Arme
Fig. 29. Theil eines platten Endknaufes einer Schöpfkelle
mit zwei Reihen Figuren, in jeder Reihe vier. (Länge 1075 cm.)
‚Originalzeichnung in natürlicher Grösse.) Museum in Basel.
(Vergl. Fig. 42 und 43.)
zu einem geraden Querbande verschmelzen, welches
die Köpfe von den übrigen in allen gewöhnlichen
Details erkennbaren Körpertheilen trennt. In dem
unteren Felde finden wir nur die Körper, die Köpfe
sind verschwunden. Auf der anderen Seite des
Knaufes (Fig. 39) finden wir in dem oberen Felde
dieselben Figuren wie bei Fig. 38; in dem unteren
Felde dagegen nur drei Reihen halbmondförmiger
Tiguren durch die an den Knieen zusammenzewachsenen
Schenkel entstehen. Gehen wir dann
zurück zu den Fig. 34, 35 und 36 und sehen da,
wie diese „Schenkelmuster“ durch einfache, halbmondförmige
Rippen ersetzt werden, so wird man
Fig. 31. Konischer Endknauf eines paddelförmigen Ge-‚äthes
(?/,). Stockholm, Sammlung der Antiqv. Akad. 2123. 20.
xu der Annahme berechtigt sein, dass auch die
ierdoppelte Reihe halbmondförmiger, einfacher
zippen in dem unteren Felde bei Fig. 37 nichts
ınderes ist als ein Rudiment des „Schenkelmusters“
Fig. 32
von Fig. 39. Und in dieser einfachsten Form finden
wir das Muster allgemein auf den paddelförmigen
Geräthen, sowohl an dem Stiele (vergl. Fig. 31,
34—39 und 69), als auf dem Blatt (Fig. 24—27),
Fig. 30. Endknauf eines paddelförmigen Geräthes.
Coll. Pitt Rivers Nr. 551. Raivaval.
Haizahnmuster. Vergleichen wir diese mit den in
gleicher Weise geformten und verzierten Schenkeln
3ämmtlicher hier oben abgebildeter Figuren und
sehen wir ausserdem gerade an demselben Obhjeete,
nit welcher Leichtigkeit ein so wichtiger Körper-;heil,
wie z. B. der Kopf, ganz verschwinden kann, so
Jürfte es nicht zu gewagt sein, in dieser dreifachen
Reihe bogenförmiger Linien eine dreifache Wiedernolung
der Linie zu erblicken, die bei den übrigen
Fig. 33. Wien, Hofmuseum. Inv.-Nr. 16.618.
uf der Trommel (Fig, 40) und auf dem Speere
Fig. 47).
Fig. 40 ist einer reich geschnitzten Trommel im
Zerliner Museum für Völkerkunde entlehnt. Sie zeigt
ıns die Umwandlung der Extremitäten in allen ihren
>»ben besprochenen Abstufungen. In der oberen, hier